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Brotlager wird Flüchtlingsasyl

Lehrte Brotlager wird Flüchtlingsasyl

Früher ein Lager für Brot und Backwaren, bald schon eine Bleibe für Flüchtlinge: Die frühere Niederlassung der Kamps Brot- und Backwaren GmbH an der Everner Straße soll zur Sammelunterkunft werden. Die Stadt Lehrte plant, dort noch im ersten Quartal dieses Jahres bis zu 200 Menschen unterzubringen.

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In der Kamps-Logistikhalle an der Everner Straße sollen bald Flüchtlinge untergebracht werden.

Quelle: Eggers

Lehrte. Auf den Wänden der schlichten Halle an der Everner Straße prangt noch die Werbung für Lieken-Brot und Golden Toast. Doch schon seit geraumer Zeit steht die Immobilie leer. Nun seien „alle Abstimmungen erledigt“, dass in dem Gebäude Flüchtlinge einziehen können, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Die Stadt hat demnach einen Mietvertrag abgeschlossen. Auch die Verhandlungen mit dem künftigen Betreiber der Großunterkunft seien „auf der Zielgeraden“, sagt Nolting. Nun solle die Umgestaltung der Gewerbeimmobilie möglichst schnell beginnen.

Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk hatte schon im Dezember gesagt, dass Lehrte nun leer stehende Gewerbehallen anmieten wolle, um die vielen zugewiesenen Flüchtlinge unterbringen zu können. Nolting bestätigte gestern, dass die Stadt außer dem Gebäude an der Everner Straße noch „weitere leer stehende Gewerbeimmobilien“ ins Auge fasse. Um welche Hallen es sich dabei handelt, sagte er nicht. Auch zu den Miet- und Umbaukosten für die Halle an der Everner Straße gibt es noch keine Angaben.

Klarheit gibt es allerdings über andere Zahlen: Bis Ende März muss die Stadt Lehrte laut neuester Quote 405 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Eine gesicherte Prognose über die Zahlen ab April gibt es nicht. Zum Jahreswechsel lebten bereits 820 Asylbewerber und Flüchtlinge im Stadtgebiet, von denen rund 470 in städtischen und von der Stadt angemieteten Wohnungen untergebracht sind. Die ersten Sammelunterkünfte der Stadt sind im vergangenen Jahr auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände an der Manskestraße sowie in der neuen Notunterkunft an der Nordstraße entstanden.

Über das, was jetzt in der ehemaligen Logistikhalle an der Everner Straße geschehen soll, wird die Stadt am Montag, 8. Februar, in einer öffentlichen Veranstaltung informieren. Sie findet in der Städtischen Galerie an der Zuckerpassage statt und beginnt um 19 Uhr. Eingeladen sind dazu insbesondere die Anwohner aus der unmittelbaren Umgebung der neuen Flüchtlingsunterkunft. Der Infoabend steht aber auch allen anderen Interessierten offen, betont Nolting.

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