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Bürger geben 280 Tipps in neun Monaten

Lehrte Bürger geben 280 Tipps in neun Monaten

Das neue Onlineportal „Bürgertipps“ auf der Internetseite der Stadt Lehrte wird von den Bürgern gut angenommen. In den neun Monaten seit Einführung des Angebots sind bereits mehr als 280 Meldungen eingegangen - fast soviel wie sonst in einem ganzen Jahr.

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Nicht abgeholte Wertstoffsäcke und wild entsorgter Müll: Fälle für das Portal „Bürgertipps“.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. 3800 Euro hat es gekostet, die neue Internetplattform von einem Anbieter in Nienburg zu kaufen. Die Lizenzgebühren liegen bei mehreren Hundert Euro im Jahr. Das lohne sich aber, sagt Stadtsprecherin Nele Domin: „Es ist sinnvoll, weil die Bürger ihre Augen überall haben und die Verwaltung entlastet wird.“ Die Bürger nähmen die neue Plattform gut an, die Hinweise über Missstände in der Stadt würden zahlreicher. Statistisch gesehen komme jeden Tag eine Meldung herein - und die Anrufe haben gleichzeitig deutlich abgenommen, sagt Domin.

Hinweise müssen dank des neuen Portals nicht mehr von einem Mitarbeiter der Verwaltung gesichtet, ausgewertet und verteilt werden. Sie werden vielmehr automatisch an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Jetzt erreicht etwa die Meldung über eine Stolperfalle auf einem Gehweg direkt die Bauverwaltung, ein Hinweis über eine kaputte Straßenlaterne direkt das zuständige Unternehmen BS Energy in Braunschweig und eine Nachricht über nicht abgeholten Müll ohne Umwege den Abfallwirtschaftsbetrieb der Region Hannover Aha.

Das Thema Abfall macht rund 30 Prozent alle Meldungen aus. Mitunter sind es Hinweise auf wild abgekippten Müll in der Feldmark, mitunter Meldungen von wilder Müllentsorgung an Straßen und auf Plätzen. Der Löwenanteil der Hinweise betrifft aber Missstände im Straßenraum - von der defekten Laterne über verdrehte oder defekte Schilder bis hin zur nervigen Baustelle. Der Rest dreht sich unter anderem um den Zustand von Grünflächen oder Probleme mit der Stadtentwässerung. „Und die Firmen arbeiten die Mängel schnell ab, das klappt sehr gut“, sagt Domin.

Wer kein Internet hat, muss aber nicht außen vor bleiben. Im Bürgerbüro des Rathauses sowie in den Verwaltungsnebenstellen liegen nach wie vor Kärtchen im Postkartenformat aus, auf dem Bürger ihre Kritik oder Hinweise noch ganz altmodisch per Kugelschreiber mitteilen können.

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