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1100 Unterschriften gegen den Bahnlärm

Lehrte 1100 Unterschriften gegen den Bahnlärm

Die Bahn bewegt die Gemüter: Innerhalb von nur einer Woche haben zwei Bürgerinitiativen fast 1100 Unterschriften gegen die Zunahme des Güterverkehrs und mehr Lärm auf der Strecke Burgdorf-Lehrte und Lehrte-Ahlten gesammelt. Sie wollen damit die Stadt in ihrer Forderung nach einer neuen Bahnüberführung in Aligse und mehr Lärmschutz entlang der Trassen unterstützen.

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Maik Reiß (links) und Udo Rösler (rechts), Sprecher der Bürgerinitiativen Megaleise und Infrastrukturforum StARK, übergeben Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk fast 1100 Unterschriften.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. Genau 589 Unterschriften hat die Initiative Infrastrukturforum StARK (Steinwedel, Aligse, Röddensen, Kolshorn) gesammelt, 495 die Bürgerinitiative Megaleise in Ahlten. Am Mittwochabend wurden sie als Kopie in der Ratssitzung an Bürgermeister Klaus Sidortschuk übergeben. Die Originale gingen an das Bundesverkehrsministerium, denn die Öffentlichkeitsbeteiligung endet am 2. Mai.

Die beiden Initiativen kritisieren in ihren Stellungnahmen, dass der Abschlussbericht des Dialogforums Schiene Nord unverändert in den Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 übernommen wird. Danach müsse die Bahn nicht für zusätzlichen Lärmschutz sorgen, wenn keine neue Strecke gebaut wird. "Wir wollen aber bestmöglichen Schutz gegen Bahnlärm", sagt StARK-Sprecher Udo Rösler. So wie die Stadt in ihrer Stellungnahme, fordert Rösler einen Tunnel oder eine Brücke als Ersatz für die heutige ebenerdige Überführung in Aligse, die oft zu langen Wartezeiten führe.

Sidortschuk freute sich über die Unterstützung: "Das hilft uns als Stadt." Gleichzeitig bekräftigte er noch einmal die Forderung, dass die Kosten dafür vom Bund zu übernehmen seien, weil der Ausbau des Schienenverkehrs ausschließlich überregionalen und nicht kommunalen Interessen diene.

Auch Megaleise-Sprecher Maik Reiß kritisiert, dass der Abschlussbericht nur "unverbindliche Zusagen und Versprechungen" enthalte: "Wir wollen aber das Versprechen aus dem Koalitionsvertag von CDU und SPD zur Halbierung des Schienenlärms bis 2020 auch für unseren Wohnort einfordern." Die Gesundheit und das Wohl der Menschen müsse über allen anderen Interessen stehen.

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Der Bahnübergang in Arpke: Wenn dort künftig mehr Güterverkehr die Straße kreuzt, stehen Autofahrer und Radler noch häufiger vor verschlossenen Schranken.

Quelle: Achim Gückel

Von Oliver Kühn

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