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Ahlten: CDU will Konzept für die Grundschule

Lehrte Ahlten: CDU will Konzept für die Grundschule

Die CDU im Ahltener Ortsrat fordert ein umfassendes Konzept für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule im Dorf. Sie will unter anderem, dass die Stadtverwaltung den Raumbedarf der Zukunft ermittelt sowie den Bau einer Mensa prüft. Dieser Wunschkatalog hat zu einer Kontroverse mit der SPD geführt.

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Die Grundschule Im Wiesengrund in Ahlten

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Michael Wolbers, Sprecher der Christdemokraten im Ortsrat, präsentierte in der Sitzung am Dienstagabend einen ganzen Strauß von Anträgen seiner Fraktion. Zu guter Letzt kam er dabei zur Grundschule. Dort gebe es einen Sanierungsstau, die Schülerzahlen stiegen, also gebe es erheblichen zusätzlichen Raumbedarf. Außerdem müsse ein Konzept für die Nachmittagsbetreuung her. Und schließlich gehe es darum, Sorge für einen Hort und die Zukunft der an der Schule befindlichen Verwaltungsnebenstelle sowie der Bücherei zu tragen. Die CDU fordere nicht weniger als ein „zukunftsfähiges Gesamtkonzept“, sagte Wolbers.
Der CDU-Sprecher kritisierte einen seiner Meinung nach bisher allzu kleinteiligen und konzeptlosen Umgang mit der Grundschule im Wiesengrund. „Eine Baumaßnahme allein hilft nicht“, sagte er. Der Anbau von drei neuen Räumen gehe nicht weit genug.

Wolbers meinte damit den Beschluss der Mehrheit im Lehrter Rat, der Ahltener Grundschule für 750 000 Euro einen Anbau mit drei neuen Klassenräumen zu verschaffen. SPD, Grüne und Die Linke hatten dieses Vorhaben im Verlauf der Haushaltsberatungen eingebracht und Ende Februar im Rat mit dem Etatbeschluss durchgesetzt. CDU, FDP und AfD hatten gegen den Haushalt gestimmt.

Timo Bönig, Sprecher der SPD im Ortsrat, war über die Vorschläge der CDU deutlich verwundert. Es klinge ja alles gut, sagte er, komme ihm aber nun alles „etwas plakativ“ vor. Während der Diskussion über den Haushalt vor wenigen Wochen seien von der CDU noch „null Ideen“ vorgebracht worden – und nun komme plötzlich eine solche Fülle von Vorschlägen, die in ihrer Gesamtheit gar nicht finanzierbar sei. „Man muss ehrlich zu den Leuten sein. Was Sie hier fordern, ist insgesamt unrealistisch“, sagte Bönig.

Der Sozialdemokrat meinte damit auch die Vorschläge der CDU zu anderen Bereichen im Dorf neben der Schule (siehe Kasten). Und auch Christian Klein-Heyl (Grüne) zeigte sich „irritiert, dass diese Vorschläge der CDU erst jetzt kommen“. Er hoffe aber darauf, dass die Ahltener Christdemokraten Einfluss auf die CDU-Fraktion im Rat nähmen.

Jörg Posenauer, der für die CDU sowohl im Rat der Stadt als auch im Ahltener Ortsrat sitzt, betonte indes, dass jetzt nicht die Zeit sei, die Haushaltsberatungen zu wiederholen. Was nun mit dem geplanten Anbau an die Grundschule geschehen solle, nannte er „planlos und konzeptlos“ sowie „halbgar und halbseiden“. Er äußerte das Gefühl, mit diesem Projekt sollten „Brosamen nach Ahlten gegeben werden“, während in der Schullandschaft der Kernstadt 10  Millionen Euro verbaut würden. Die Mitglieder im Ahltener Ortsrat hätten jedoch alles zu tun, um die vielfältigen Interessen ihrer Mitbürger im Dorf mit Nachdruck zu vertreten.

Mehr Parkplätze am Bahnhof, mehr Jugendarbeit

Insgesamt fünf Anträge hat CDU-Sprecher Michael Wolbers im Ortsrat präsentiert. Nur einer davon zielt auf die Zukunft der Grundschule. Darüber hinaus möchten die Christdemokraten, dass die Stadt folgende Wünsche auf ihre Machbarkeit und Finanzierbarkeit prüft: Überdachungen für eine ganze Reihe von Bushaltestellen im Dorf, die Suche nach einem Standort für ein neues Jugendzentrum sowie die finanzielle Berücksichtigung dieses Vorhabens im Haushalt 2018. Dazu kommen die Erweiterung der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof um 50 neue Stellplätze und die Schaffung weiterer Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie eine Prüfung, wo und zu welchem Preis ein neuer Bolzplatz für Jugendliche in Ahlten entstehen könnte.

All das seien reine Prüfaufträge an die Stadtverwaltung, machte Ortsbürgermeisterin Heike Koehler (CDU) deutlich. Wolbers ließ aber keinen Zweifel aufkommen, dass es der CDU mit diesen Vorhaben ernst ist. In Sachen Jugendarbeit etwa bestehe akuter Handlungsbedarf. Als Sofortmaßnahme müsse die Stadt zumindest dafür sorgen, dass der Treff wieder montags bis freitags und möglichst auch an Sonnabenden verlässlich öffne.

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