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Stadtbaurat: Bollwein beerbt Pietsch

Lehrte Stadtbaurat: Bollwein beerbt Pietsch

Stadt und Rat setzen bei der Nachfolge für den scheidenden Stadtbaurat Burkhard Pietsch auf Kontinuität: Ab dem 1. Juli übernimmt die Stelle Christian Bollwein, derzeit Fachdienstleiter Stadtplanung. Der 58-Jährige wurde vom Rat einstimmig für acht Jahre gewählt.

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Christian Bollwein (links) ist vom Rat als Nachfolger des langjährigen Stadtbaurats Burkhard Pietsch gewählt worden.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. Es habe 19 Bewerber für diese "herausragende Position" gegeben, sagte Bürgermeister Klaus Sidortschuk. Der Wechsel an die Spitze des Baudezernats sei sozusagen eine logische Konsequenz. Bollwein begleit und präg die Stadtentwicklung seit 26 Jahren, seit 1995 in leitender Position. Der Rat bescheinigte dem 58-Jährigen, mit der Politik stets sachlich, fair und kompetent zusammengearbeitet zu haben.

Bollwein sieht seinen roten Leitfaden für die Zukunft Lehrtes in der Weiterführung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) und der Neuaufstellung des zehn Jahre alten Flächennutzungsplans: "Da werden wir festlegen, wie sich Lehrte in den nächsten zehn bis 15 Jahren entwickelt." Weitere Schwerpunkte seien die Entwicklung der Schullandschaft, der Wohnungsbau und der Neubau der Feuerwache. Bollwein nennt seinen Vorgänger ein Vorbild, der die Latte hochgehängt habe.

Pietsch geht nach 29 Jahren in der Stadtverwaltung, zunächst als Baudirektor und seit 16 Jahren als Stadtbaurat, am 30. Juni in den Ruhestand. Als einen Erfolg bezeichnet er etwa die Umgestaltung des Industriegeländes der ehemaligen Zuckerfabrik zu einem Einkaufszentrum und Park mitten in der Stadt - ebenso wie die Entwicklung des Neubaugebiets Köhlerheide vor 20 Jahren. Damals habe es eine ähnliche Diskussion gegeben wie heute über die Umwandlung der Kleingartenkolonie Feierabend zu einem Wohngebiet. "Doch letztlich ist es eine gelungene Mischung geworden", resümiert der 63-Jährige.

Ein ungelöstes Problem sei allerdings die nördliche Burgdorfer Straße. "Dort ist der inhabergeführte Einzelhandel auf dem Rückzug." Viele Läden seien einfach zu klein und vom Handel nicht nachgefragt. Und die jetzt diskutierte Verlegung des Wochenmarkts von der Matthäuskirche ans Citycenter (siehe Text oben) sei ein zweischneidiges Schwert. An der Kirche sei der Markt "der letzte Aktivposten" einer ehemals funktionierenden Infrastruktur, während es am Citycenter schon jetzt sehr eng sei: "Ich hätte mir den Markt deshalb weiter im Norden der Burgdorfer Straße gewünscht."

Von Oliver Kühn

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