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Citylauf: Für 2300 Starter geht es rund

Lehrte Citylauf: Für 2300 Starter geht es rund

Lehrter Citylauf ohne den langjährigen Macher Jürgen Teiwes funktioniert nicht? Von wegen! Im Jahr eins nach dem Rückzug von Mister Citylauf aus der Organisation sind am Freitag rund 2300 Sportler auf die Runde durch Lehrte gegangen. Im Vorfeld hatte es Aufregung über eine anonyme Drohung gegeben.

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Der Schirmherr eröffnet den Citylauf: Bürgermeister Klaus Sidortschuk gibt die Laufstrecke für die Schüler frei.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Als Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk am Freitag um kurz vor 17.30 Uhr den Startschuss zum ersten der 2-Kilometer-Läufe der Grundschüler gab, hatten rund ein paar Hundert besonders junge Läufer ihren Einsatz schon hinter sich. Um 16.15 Uhr waren mehr als 200 Bambini, also Kinder aus Lehrter Kindergärten, mit Feuereifer über ihre Strecke gerannt. Sie hatten dabei ebenso viel Spaß wie später die etwas älteren Kinder auf der 2-Kilometer-Distanz.

Sidortschuk, der Schirmherr des Citylaufs ist, dankte bei der Eröffnung des sportlichen Großereignisses nicht nur dem neuen, siebenköpfigen Organisationsteam, an dessen Spitze Ulli Alper, Wolfgang Röbber und Jan Heinrich stehen, sondern auch den vielen Helfern und Sponsoren. Er begrüßte auch Sven Wagner, Oberbürgermeister aus der Partnerstadt Staßfurt, der gleich mit einem ganzen Bus voll Schüler nach Lehrte gekommen war und selbst auf die 4-Kilometer-Distanz ging.

An der Laufstrecke über Burgdorfer Straße, Parkstraße, Manskestraße und Hermann-Löns-Straße säumten bei idealem Sportlerwetter schließlich wieder Tausende von Schaulustigen die Strecke. Viele Eltern feuerten ihre sportlichen Kinder auf der Piste an. Insbesondere an der Burgdorfer Straße standen die Zuschauer dicht an dicht an den Banden. Und schließlich gingen beim 4- und 10-Kilometer-Lauf die ambitionierten Leistungssportler auf die Jagd nach den von vielen Sponsoren ausgelobten Preisen.

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Auch Jürgen Teiwes hatte noch einmal einen großen Auftritt. Er durfte den  Startschuss zum zweiten 2-Kilometer-Lauf der Schüler geben. Ansonsten hielt sich sich der 76-Jährige aber als Zuschauer hinter der Bande zurück und sah sichtlich zufrieden darüber aus, dass es mit dem Citylauf auch ohne ihn weitergeht.

Bombendrohung vor dem Citylauf

Der Citylauf am Freitagabend erlebte allerdings auch eine Premiere der weniger angenehmen Art. Er fand unter erhöhter Polizeipräsenz statt. Am Mittag hatte ein bislang unbekannter Täter anonyme Drohbriefe unter anderem in die Postkästen beim Polizeikommissariat an der Osterstraße und am Rathaus geworfen. In dem an "alle Sicherheitsverantwortlichen für die Stadt Lehrte" gerichteten Schreiben beschwert sich der Unbekannte über Straßensperrungen beim Citylauf und greift unter anderem den Lehrter Bürgermeister sowie die Chefetage im Kommissariat scharf an. Die Sperrung der Straßen bedürfe der Zustimmung der Anlieger. Das Papier gipfelt in der Ankündigung, falls es beim Citylauf zu Straßensperrungen komme, sei "mit mindestens drei Sprengstoffaktionen" zu rechnen.

Die Ermittlungen der Polizei starteten umgehend, am Nachmittag gab es dann aber Entwarnung. "Wir haben das Schreiben mit aller Sorgfalt geprüft und keine Ernsthaftigkeit feststellen können", sagte Thorsten Schiewe, Sprecher der Polizeidirektion Hannover. Jetzt liefen die Ermittlungen zum Verfasser des Drohbriefes. Die Erhöhung der polizeilichen Präsenz beim Citylauf geschehe indes nur vorsorglich.

Der Bereich der Innenstadt, der vom Citylauf betroffen ist, wird zu dieser Massenveranstaltung stets abgesperrt. Es gelten außerdem Parkverbote. Der Citylauf an diesem Freitag war der 16. seiner Art.

Schon beim Citylauf 2016 hatte es einen Vorfall im Zusammenhang mit den Straßensperrungen gegeben. Ein Autofahrer war im Bereich Grünstraße/Manskestraße mehrfach auf Streckenposten zugefahren, die sich dabei auf den Bürgersteig retten mussten. Das Amtsgericht Lehrte verurteilte den 67-jährigen Autofahrer im Mai dieses Jahres wegen Nötigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1575 Euro und einem zweimonatigen Fahrverbot. Der Mann zeigte sich vor Gericht uneinsichtig.

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