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Container für 44 Flüchtlinge

Lehrte Container für 44 Flüchtlinge

Nun werden in Lehrte doch viele Flüchtlinge in Wohncontainern untergebracht. Weil die neue Obdachlosenunterkunft an der Nordstraße nicht rechtzeitig fertig wird, muss die Stadt 44 Menschen in sogenannten Raumeinheiten unterbringen.

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In der früheren Villa der Stadtwerke will die Stadt künftig ebenso Flüchtlinge unterbringen wie in Containern auf dem Parkplatz links daneben.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. Eigentlich hatte Lehrte keine Container für die Unterbringung von Flüchtlingen aufstellen wollen. Doch nun geht es nicht mehr anders. Und auch die rote Backsteinvilla an der Manskestraße, in der früher Teile der Stadtwerke-Verwaltung untergebracht waren, wird bald als Notunterkunft dienen. Das Haus steht derzeit leer. Wie viele Flüchtlinge dort einziehen könnten, steht noch nicht fest.

In der Containeranlage, die auf dem benachbarten alten Parkplatz entstehen wird, sollen 44 Flüchtlinge unterkommen. Die Stadt mietet die Container von der Lehrter Wohnungsbaugesellschaft an. Diese kauft die sogenannten mobilen Raumeinheiten gebraucht. Die Kosten konnte Lehrtes Erster Stadtrat Uwe Bee im Sozialausschuss am Donnerstagabend noch nicht nennen.

Unklar ist ebenso, aus welchen Ländern die Flüchtlinge kommen werden. „Das können wir uns nicht aussuchen. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn die Flüchtlinge zu denjenigen passen, die auf dem früheren Gelände der Stadtwerke bereits untergebracht sind“, sagte Bee.

In Lehrtes erster Sammelunterkunft leben derzeit 39 Flüchtlinge aus dem Sudan. Acht weitere kommen heute dazu - die erst vor wenigen Wochen in Betrieb gegangene Unterkunft ist dann voll belegt. „Die Stimmung unter den Flüchtlingen ist toll, jeder kümmert sich um jeden“, berichtete Gabriele Schuppe, Fachbereichsleiterin der AWO Hannover im Ausschuss. Die AWO betreut die Flüchtlinge an der Manskestraße.

In der neuen Notunterkunft an der Nordstraße, die 60 Menschen Unterschlupf bieten wird, können die Flüchtlinge hingegen erst viel später einziehen als geplant. Wegen eines Wasserschadens wird das Domizil erst im Dezember anstatt im Oktober fertig.

Die Flüchtlinge ziehen stattdessen in die geplanten Container an der Parkstraße. Bee ist sich sicher, dass die Container in Lehrte auch dauerhaft zum Einsatz kommen werden: „Das lässt sich wohl nicht vermeiden. Schließlich erwarten wir im Schnitt künftig zwölf bis 15 neue Flüchtlinge pro Woche.“

Derzeit leben in Lehrte rund 300 Flüchtlinge, bis Januar werden 244 weitere erwartet. Über die geplante Containeranlage an der Parkstraße will die Stadt ihre Bürger Anfang November in einer Versammlung ausführlich informieren.

von Katja Eggers

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