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Das Ankommen erleichtern

Lehrte Das Ankommen erleichtern

„Wir wollen den Menschen ein Ankommen in Lehrte erleichtern und die Willkommenskultur weiter stärken“: Mit diesen Worten hat Achim Rüter, Vorsitzender des DRK Lehrte, die Aufgabe seines Ortsvereins in der Flüchtlingsarbeit auf den Punkt gebracht. Der 54-Jährige hat am Sonntagabend die Reihe der Kanzelreden in der Matthäuskirche fortgesetzt.

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„Wir wollen die Willkommenskultur weiter stärken“: Achim Rüter spricht in der Matthäuskirche.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Die Eingangsfrage von Pastorin Beate Gärtner, ob Jesus ein Flüchtling war, beantwortete Rüter zwar nicht. Unter dem Motto „Im Zeichen der Menschlichkeit - die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes“ stellte der hauptberufliche Mitarbeiter einer Frankfurter Großbank stattdessen die internationalen, nationalen und lokalen Flüchtlingsprojekte des DRK vor.

Mit dem Netzwerk „Lehrte hilft“ sei die Stadt vorbildlich aufgestellt. Ehrenamtliche würden sich hier auf vielfältige Weise für Flüchtlinge engagieren und etwa Sprachkurse, Hilfe im Alltag und zur Freizeitgestaltung anbieten.

Wie bei den Kanzelreden üblich, durften die rund 80 Zuhörer Fragen an Rüter auf Zettel schreiben. Unter anderem wollten die Besucher wissen, wie Rüter die Unterbringungs- und Arbeitsmöglich-keiten für Flüchtlinge in Lehrte einschätzt und wie man der eventuellen Überforderung von Ehrenamtlichen vorbeugen könne.

Rüter zeichnete ein positives Bild. Er glaube, dass Lehrte bei der Unterbringung von Flüchtlingen noch Reserven habe und führte diesbezüglich unter anderem die Berthold-Otto-Schule an. Auch eine zentrale Unterbringung biete Vorteile und den Helfern die Chance, Hilfsangebote besser zu steuern. Für das Arbeiten in Deutschland seien vor allem Sprachkenntnisse nötig. In Zeiten des Fachkräftemangels hätten Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt aber reelle Chancen, meint Rüter: „Und sie werden in einigen Jahren auch in unsere Sozialkassen einzahlen.“

Um Ehrenamtliche zu entlasten, versuche das DRK in Lehrte derzeit, auch die Flüchtlinge in die Vereinsarbeit zu integrieren. Darüber hinaus richtet es eine Stelle für Ehrenamtsmanagement ein.

Von Katja Eggers

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