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Quartier 16: Chirurg zieht im Dezember ein

Lehrte Quartier 16: Chirurg zieht im Dezember ein

Das Quartier 16, Vorzeigeprojekt der Lehrter Wohnungsbau (LW), wächst mächtig in die Höhe. Ganz wird das Unternehmen seinen selbstgesteckten Bauzeitenplan nicht einhalten können. Die Fertigstellung einzelner Teile wird sich laut Geschäftsführer Frank Wersebe um 6 bis 8 Wochen verzögern.

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Das Quartier 16 ist mächtig gewachsen, im Dezember soll der erste gewerbliche Mieter einziehen.

Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. "Das ist aber kein großes Problem", sagt der Diplom-Kaufmann: "Die Mieter sind  rechtzeitig informiert worden. Wir hatten in den Vorverträgen stehen, dass sie vier Monate vor der endgültigen Fertigstellung Bescheid bekommen, das ist jetzt viel früher erfolgt." 

Der erste Mieter einer Gewerbeimmobilie, Chirurg Ramin Barmaki, werde bereits vor Weihnachten einziehen, die Wohnungsmieter erst im nächsten Jahr. "Qualität kommt bei uns vor Zeit", sieht Wersebe die Verzögerung sportlich: "Wenn wir das Gebäude für die nächsten 50 bis 100 Jahre bewirtschaften, kostet jeder Fehler, den wir machen, richtig Geld."

Der Grund für die Verzögerung beim Bau des aus mehreren Häusern bestehenden Komplexes ist, dass man aufgrund der Statik letztlich viel mehr Stahlbeton habe verbauen müssen, als ursprünglich geplant: "Das sieht man erst, wenn man dabei ist." Ansonsten laufe aber alles recht gut. Das gelte auch für die Vermarktung der Räumlichkeiten. "Von fünf Gewerbeeinheiten sind vier bereits vermietet", sagt Wersebe. Für die kleinste mit 100 Quadratmetern sei die LW im Gespräch mit Interessenten. Neben dem Chirurg werden im Quartier 16 ein Steuerberater, ein Rechtsanwalt und eine Nebenstelle des Amtsgerichtes einziehen.

Von den barrierefreien Wohnungen sind lediglich die beiden im Erdgeschoss noch zu haben. Das könne daran liegen, dass die Leute Angst haben, im Parterre leichter Opfer von Einbrüchen zu werden, sagt Wersebe. Eine Befürchtung, die seiner Meinung nach keine berechtigte Grundlage hat. "Wir haben genügend Vorkehrungen getroffen und für unsere Wohnungen entsprechend das Sicherheitssiegel."

Keine Parkplatzkrise an der Schlesischen Straße

Während der Bauarbeiten sind einige Parkplätze an der Schlesischen Straße nicht nutzbar. Betroffen sind neben Anwohnern vor allem Besucher des Amtsgerichtes und der Turnhalle. Eine Protestwelle habe das aber nicht zur Folge gehabt, sagt Wersebe: "Ich verfolge das auch bei Facebook. Da haben schon einige gesagt, 'langsam reicht es'. Und ich habe  Verständnis für alle, die sonst immer vor der Tür parken konnten. Aber in anderen Städten wäre das gar keine Meldung wert. Es sind 70 Meter zum Parkhaus, 90 Meter zum E-Center-Parkplatz und in Lehrte ist alles kostenfrei."

Für die Zeit nach der Fertigstellung des Baus habe sich die Lehrter Wohnungsbau darum bemüht, dass möglichst wenig Parkplätze wegfallen. "Wir haben die Müllplätze deshalb  extra ins Gebäude geholt, mit einer Entlüftung über die Decke. Das ist richtig teuer", sagt Wersebe. Zudem sehe der Plan für das Quartier 16  auch zahlreiche Parkplätze in der Tiefgarage vor: "Und die wird richtig voll werden."

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Ein Blick in den Innenhof, den die Mieter der Erdgeschosswohnungen auch nutzen können.

Quelle: Sandra Köhler

Von Sandra Köhler

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