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4500 feiern beim Fuchsbau-Festival

Lehrte 4500 feiern beim Fuchsbau-Festival

Über sechzig Live-Acts aus Kunst, Musik, Literatur gab es zum Thema „In der Hitze des Gefechts“ beim fünften Fuchsbau-Festival zu erforschen. Dieses Mal feierten rund 4500 Menschen am Wochenende auf dem Ziegelei-Gelände - so viele wie noch nie.

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Eine spannende Melange aus Klassik und Elektrorhythmen wagte sich diesmal die Junge Norddeutsche Philharmonie.

Quelle: Susanne Hanke

Immensen. Zum ersten Mal stand mit der Jungen Norddeutschen Philharmonie ein 110 starkes Symphonieorchester auf und vor der Festivalbühne und verzauberte mit Igor Strawinskys „ Le Sacre Du Printemps“ die Festivalbesucher sowohl im Original wie in der Improvisation zu den Elektrosounds der Djs Julian und Marco. Strawinskys Komposition sei damals ein Skandal gewesen und habe bei der Premiere für Prügeleien gesorgt, erläuterte Live-Elektro-Künstler Julian Maier-Hauff.

Die „Hitze des Gefechtes“ blieb an diesem Abend aber gewaltfrei und vollzog sich nur in den Spannungsbögen der Musik. Ungewohnte Blickwinkel ließen sich auch mit der tragbaren Installation „Eyesect“ des Berliner Designstudios „The Constitute“ erleben. Ein Helm mit zwei handgeführten Kameras ermöglichte ganz neue Perspektiven „Wir schauen in die Orte rein“ erklärte Christoffer Horlitz vom Veranstaltungsteam den Anspruch dieses Festivals. So wurde auch über die aktuelle Situation in der Türkei informiert. Ein aus Syrien stammender Archäologe sprach über die Rettung jahrhundertealter Artefakte aus dem Kriegsgebiet und eine Fotodokumention zeigte die Realität des Konfliktes um das Gebiet der Westsahara.

Hitzig blieben bei diesem Festival lediglich die Diskussionen - wie der Post-Punk von Pigeon oder die Provokationen des rappenden Täubling.

Ob es allerdings eine dritte Offensive des Fuchsbau-Festivals auf dem Gelände der alten Ziegelei in Immensen geben wird, ist noch unklar. Das Feedback sei bis jetzt jedoch sehr positiv gewesen, sagte Horlitz. Er dankte den dort lebenden Zytaniern, die nicht nur das Gelände zur Verfügung gestellt hatten, sondern auch das Team mit Pizza versorgten.

Polizei: "Veranstaltung verlief ruhig"

Die Fuchsbau-Macher mussten zur Genehmigung des Festivals der Stadt Lehrte ein zehn seitiges Sicherheitskonzept vorlegen. Für das Fuchsbau-Team war das aber kein Problem. Unter anderem war ein Sicherheitsdienst gefordert, Ein- und Ausgänge sowie Fluchtwege mussten eingerichtet werden. Das DRK und Feuerwehr waren involviert und auf dem Gelände an verschiedenen Stellen positioniert. Die Sicherheitsvorschriften der Stadt störten die Stimmung auf dem Festival aber nicht, meinte Christoffer Horlitz vom Veranstaltungsteam.

Auch die Lehrter Polizei zeigte sich mit dem Ablauf des Festivals zufrieden. Es gab keine Auseinandersetzungen. In den drei Tagen musste die Polizei lediglich einen Platzverweis auf dem Gelände aussprechen. Bei einer Fahrzeugkontrolle am Freitag an der Zufahrt zum Festivalgelände wurden laut Stephan Aue vom Lehrter Kommissariat vier Autofahrer unter Drogen - und ein Autofahrer unter Alkoholeinfluss erwischt.

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Von susanne Hanke

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