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Aldi baut riesiges Verteilzentrum bei Aligse

Lehrte Aldi baut riesiges Verteilzentrum bei Aligse

Das Unternehmen Aldi Nord will bei Aligse bis 2019 ein riesiges Verteilzentrum für seine Waren bauen. Das Unternehmen hat dafür bereits eine Fläche von 160.000 Quadratmetern gekauft. Jetzt wurden die Pläne im Ortsrat Aligse-Kolshorn-Röddensen vorgestellt. Sein altes Lager in Sievershausen will Aldi schließen. Es ist zu klein.

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Rouven Gehrke, Projektplaner von Aldi Nord, stellt im Ortsrat die Planungen von.

Quelle: Achim Gückel

Aligse. Das neue Aldi-Verteilzentrum soll auf einer Fläche nördlich der Autobahn 2 und direkt neben dem Sitz der Firma Helma Eigenheimbau entstehen. Es wird enorme Ausmaße bekommen. Laut Projektplaner Rouven Gehrke, der dem Ortsrat Auskunft gab, ist ein circa 12 Meter hohes Gebäude mit einer Grundfläche von 30.000 bis 35.000 Quadratmetern geplant - mit der Option auf Erweiterungen. Um den Lastverkehr reibungslos abwickeln zu können ist sogar eine neue Straßenanbindung des Geländes an die Westtangente und damit an die Autobahn geplant. Diese will Aldi laut Gehrke selbst bezahlen.

Vor den Ortspolitikern konnte der Planer das Großprojekt vorerst nur grob skizzieren. Er sichere aber größtmögliche Offenheit in den weiteren Planungen zu. Auch Lehrtes Bürgermeister versicherte, dass es Bürgerversammlungen und weitere öffentliche Beratungen zu dem Thema geben werde. Der Ortsrat sei das erste Gremium, dass offiziell von den Aldi-Plänen erfahre.

Die Aufstellung eines Bebauungsplans sowie die Detailplanungen für das Großprojekt werden voraussichtlich 12 bis 18 Monate dauern. Als anschließende Bauzeit nannte Gehrke ebenfalls etwa 18 Monate. Frühestens Anfang 2019 könnte das Zentrallager dann seine Arbeit aufnehmen. Zu den möglichen Kosten für das neue Zentrallager sagte er nichts.

Fest steht, dass das alte Aldi-Lager an der Gewerbestraße in Sievershausen seine Tore schließen wird. Es stammt aus den Siebzigerjahren und wurde in den vergangenen vier Jahrzehnten dreimal erweitert. Mittlerweile ist das alte Lager laut Gehrke viel zu klein: "Es platzt aus allen Nähten. Nach 40 Jahren ist der Lack ab." Was mit der Immobilie an der Gewerbestraße und dem rund 60.000 Quadratmeter großen Grundstück passieren soll, ist noch unklar, sagte der Aldi-Projektplaner. Fest stehe aber, dass alle Mitarbeiter von dem einen in das andere Zentrallager übersiedeln werden. Personelle Abstriche seien nicht geplant.

Das neue Lager wird insgesamt 84 Aldi-Märkte zwischen Hannover und Wolfsburg sowie der Südheide und dem Bereich Hildesheim beliefern. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk sagte in der Ortsratssitzung, er sei sehr zufrieden damit, dass Aldi im Stadtgebiet bleibe. Das sichere nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Einnahmen durch einen großen Gewerbesteuerzahler. Bei Aldi herrsche "eine verlässliche Unternehmensstruktur". Das neue Zentrallager sei außerdem eine auf einen sehr langen Zeitraum ausgerichtete Investition.

Bürger haben viele Fragen

Es war nicht wirklich Unmut, der sich unter den Gästen der Ortsratssitzung in Aligse regte. Die Bürger, die den Ausführungen von Projektmanager Rouven Gerhke lauschten, hatten aber eine ganze Reihe von Fragen an den Experten. Etwa jene, ob durch den Bau des riesigen Aldi-Verteilzentrums südlich der Ortschaft mit mehr Lastverkehr im Ort zu rechnen sei. Diese Sorge versuchte Gehrke den Bürgern zu nehmen. Die meisten Lastwagen rollten künftig über den Anschluss des Geländes zur Westtangente und von dort auf die Autobahn, sagte er. Also bekomme Aligse künftig ebenso wenig vom Aldi-Lastverkehr mit wie bisher. Darüber hinaus habe Aldi seinen eigenen Fuhrpark mit einen Fahrern und beschäftige keine externen Spediteure. Es sei also einfach, klare Fahrtrouten vorzugeben.

Gehrke betonte auch, dass das neue Lager keinen Werbepylon, keine Leuchtreklame und keine grelle Farbgebung bekommen werde. Die Zufahrten zu den Laderampen würden voraussichtlich vom Dorf abgewandt an der Süd- und der Westseite des Gebäudes entstehen. "Wir wollen so wenige Reibungspunkte wie möglich und einen möglichst unauffälligen Auftritt haben", sagte der Planer.

Gerhke betonte allerdings auch, dass es bisher lediglich Vorplanungen für das neue Verteilzentrum gebe. In den kommenden Monaten gehe es in die Details. Er sicherte den Bürgern aber auch einen "stetigen Informationsfluss" zu.

Von Achim Gückel

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