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Boxer-Welpen wuseln durch die Kinderstube

Lehrte Boxer-Welpen wuseln durch die Kinderstube

Knuffig und herzallerliebst: Die Boxerwelpen Hektor, Hilde und Hope von dem Pingstangere sind gerade einmal vier Wochen alt. Gut bewacht von ihrer Mama Lady Marian Hearts of Hope kuscheln sich in ihrer Kinderstube bei Harald Reimer aneinander. Der Immenser züchtet seit 1979 Deutsche Boxer.

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Harald Reimer züchtet seit 40 Jahren Boxer. Die Welpen Hilde, Hektor und Hope sind gerade einmal vier Wochen alt.

Quelle: Sandra Köhler

Immensen. "Boxer sind tolle Familienhunde, kinderlieb, pflegeleicht, harmonisch, gut angepasst an jede Lebenssituation", sagt der 53-Jährige und schwärmt sofort von seiner dreijährigen Boxerhündin: "Lady ist die beste Mutter, die wir je hatten. Die hat ihre Welpen in den ersten Tagen liebevoll umgedreht und geleckt."

Das Muttersein läge in den Genen der Linie, aus der Lady hervorgegangen sei: "Ihre Mutter war auch so", habe ihm sein in Dänemark lebender Zuchtfreund, Gerd Popp erzählt. Aus der Zucht von dessen Partnerin, Susanne Lund-Jensen, stammt die charakterfeste Hündin, die Reimer nach 16-jähriger Pause wieder Nachwuchs beschert hat.

Dass die Namen der Welpen alle mit H beginnen ist kein Zufall: "H ist der achte Buchstabe im Alphabet und es ist mein achter Wurf", sagt der erfahrene Züchter Reimer. Acht Würfe in knapp 40 Jahren- das klingt nicht allzu viel. Bei genauerem Nachfragen erklärt sich schnell, warum es so ist. Tiere zur Zucht wollen sorgfältig ausgesucht werden: "Nicht nur Wesen und die Optik müssen passen", sagt Reimer.

Trotz aller Umsicht gibt es Dinge, die sich nicht kalkulieren lassen. So hatten Reimer und seine Frau Anne eine ausgesprochen vielversprechende Hündin erworben. Die aber bekam Probleme mit der Hüfte. Und da Hunde nur zur Zucht zugelassen sind, wenn sie sowohl eine Zuchttauglichkeitsprüfung (ZTP) mit Wesensüberprüfung und Formwertbeurteilung als auch eine Untersuchung von Herz, Hüften und Rücken erfolgreich bestehen- hatte sich diese Hoffnung somit zerschlagen. Ein weiteres Tier scheiterte daran, dass es dem leichten Schlag, der ihm bei der Wesensüberprüfung versetzt wird, auswich.

Doch nun hat Lady die Nachfolge von Easy angetreten, einer von Reimer gezüchteten Hündin, die es auf der Jahreszuchtschau der Boxer im starken europäischen Teilnehmerfeld auf den dritten Platz geschafft hatte. "Wenn man so was erlebt, geht einem das Herz auf", sagt Reimer. Der einzige Wermutstropfen bei der unüblich am Tage erfolgenden Geburt: Neben den drei possierlichen Welpen gebar Lady auch einen toten kleinen Rüden.

Auch mit solchen Rückschlägen müssen Züchter umgehen können . Von Kaiserschnitt über zu wenig Milch oder Brustentzündungen bei der Mutter bis hin zu Krankheiten sei auch bei Hunden alles möglich, sagt Anne Reimer. Von einem früheren Wurf mit zehn Tieren zum Beispiel überlebten nur zwei Stück. Die anderenstarben an einer Infektion. Mit den munteren drei Welpen die bei Anne und Harald Reimer zurzeit durch die Kinderstube wuseln, ist indes alles in bester Ordnung.

Von Sandra Köhler

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