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Mit Suppenlöffel: Arpke feiert Schützenfest

Lehrte Mit Suppenlöffel: Arpke feiert Schützenfest

Wer in Arpke am Wochenende nicht heiser war, hat nicht richtig gefeiert. Schließlich ist das örtliche Schützenfest das wohl lauteste im ganzen Lehrter Stadtgebiet. Drei Tage lang feierten die Arpker gewohnt ausgelassen ihre Majestäten. Ganz besonders gilt das jedes Jahr für das Königsessen.

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Ausgelassen üben sich die Arpke beim Königsessen in einer Polonäse.

Quelle: Michael Schütz

Arpke. Das traditionelle Essen steht immer am Sonntagmittag auf dem Programm. Und dabei  haben die Arpker ihre wohl stärkste Waffe in der Hand, was den Anschlag auf das Gehör der Gäste angeht - den Suppenlöffel. Auf anderen Festen hört man zum Königsessen zwar auch die Löffel klingeln, aber höchstens in den Schüsseln. In Arpke wird das Küchenutensil dazu benutzt, um Beifall zu klopfen. Statt des üblichen mit der Hand erzeugten Applauses schlagen 470 Menschen in einem Zelt mit Löffeln auf den Tisch. "Ich habe gedacht, es regnet", kann man da schon mal einen Erstbesucher staunen hören.

Apropos Regen: Zu Beginn des Festes am Freitag musste eine Art Noteinsatz gefahren werden, denn wegen des Dauerregens hatte sich der Festplatz in eine Matschfläche verwandelt. Ein örtlicher Gartenbaubetrieb hat daraufhin kurzerhand 17 Kubikmeter Hackschnitzel gespendet und an der Straße abgeladen. "Ich habe sechs Leute angerufen", sagte Schützenchef Edmund Potratz. Die sollten helfen, die Spende auf dem Platz zu verteilen. "Gekommen sind 21", staunte er. Innerhalb von 40 Minuten seien die Schnitzel aufgebracht worden.

Und so konnten die Arpker ungestört feiern, und zwar auf ihren Stühlen. Die werden sehr häufig nicht zum Sitzen, sondern zum Draufstehen verwendet. Gerade die Arpker Jugend macht dabei kräftig mit - auch bei der Polonäse während des Königsessens. "Wir treffen uns schon seit Jahren zum Schützenfest", sagte Lennart Renken, der in einer Gruppe von 35 Gleichgesinnten und -altrigen keine Minute des Festes verpasste. "In Arpke gibt es ein großes Gemeinschaftsgefühl", sagte er: "Da feiern Alt und Jung zusammen."

Voll auf seine Kosten kam übrigens der Volkskönig. Mathias Franke hatte sich schon vor Wochenfrist bei der Bekanntgabe der Majestäten auf das Fest gefreut. Jetzt ist er von seiner Entourage erhoben worden. Auf den Strohhüten, die die Begleitgruppe aufhatte, stand grammatikalisch nicht ganz korrekt "Diese Mathias". Der Ursprung dieser Bezeichnung sei allerdings nicht mehr ganz nachzuvollziehen. "Ich soll das mal gesagt haben", meinte Nina Strietzel: "Der Mathias heißt jeder, aber die Mathias ist was Besonderes."

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Von Michael Schütz

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