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Megahub: Bahn informiert in neuer Anhörung

Lehrte Megahub: Bahn informiert in neuer Anhörung

Bei der ersten Anhörung zum Bau des Containerumschlagplatzes Megahub in Ahlten im vergangenen Jahr musste die Deutsche Bahn viel Kritik einstecken - vor allem in Sachen Lärm- und Verkehrsbelastung. Jetzt hat das Unternehmen nachgebessert. Ab Montag werden die überarbeiteten Unterlagen im Rathaus für vier Wochen ausgelegt, und am 22. August gibt es eine öffentliche Veranstaltung im Kurt-Hirschfeld-Forum.

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Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierfeldes zwischen Lehrte und Ahlten soll die Megahub-Anlage entstehen.

Quelle: Hiller

Lehrte. Zu den Plänen seien private Einwendungen und Hinweise von Trägern öffentlicher Belange "in erheblichem Umfang" eingegangen und in den Planungen ergänzt worden - besonders was den Lärmschutz und die Umweltauswirkungen betreffe. So soll etwa die Lärmschutzwand an der Schillerstraße in Lehrte verlängert und Lärm allgemein nachts verringert werden, teilt die Bahn mit. Und an Wohngebäuden, an denen die Grenzwerte überschritten werden, werde die Bahn die Kosten für den Schallschutz etwa durch den Einbau von Schallschutzfenstern übernehmen.

Die Bürgerinitiative Megaleise aus Ahlten, die im April fast 500 Unterschriften mit der Forderung nach mehr Lärmschutz an den Rat übergeben hatte, bleibt dennoch skeptisch. "Das klingt erst mal toll, aber angeblich ist in Ahlten niemand betroffen", sagt Sprecher Maiß Reiß, der die 1400 Seiten starken Unterlagen schon einsehen konnte. Viele Ahltener mit freier Sicht auf die Bahnstrecke, wie etwa aus der Birkenstraße oder der Straße Nordlicht, könnten jedenfalls keinen Lärmschutz beantragen. Die Bürgerinitiative bereitet deshalb Musterschreiben vor, die in Kürze im Internet auf megaleise.wordpress.com heruntergeladen werden können.

Der Megahub ist Pilotprojekt eines modernen Umschlagplatzes für den kombinierten Verkehr von der Straße auf die Schiene. "Über den Megahub können künftig weit schneller, leiser und ökonomischer als bisher Güter umgeschlagen und die Vorteile von Straße und Schiene optimal genutzt werden", heißt es von der Bahn. Die Ladungen würden mithilfe von selbstfahrenden, batteriebetriebenen Fahrzeugen direkt auf den gewünschten Zügen neu platziert, ohne die Wagen zu trennen. Damit entfalle das bisher lärmintensive und Abgase verursachende Rangieren. Der Standort am ehemaligen Verschiebebahnhof und heutigen Güterverkehrszentrum sei als zentraler Eisenbahnknoten mit guter Anbindung an die Autobahnen 2 und 7 optimal. Der Probebetrieb soll Ende 2018 starten, der Betriebsbeginn ist für 2019 geplant.

Die Planungsunterlagen werden ab Montag, 15. August, im Bürgerbüro der Stadt am Rathausplatz bis zum 14. September ausgelegt. Sie sind auch im Internet unter planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/overview abrufbar. Die Deutsche Bahn informiert zudem am Montag, 22. August, in einer öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses über das Vorhaben. Beginn ist um 17 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16. Dort können interessierte Bürger ebenfalls Fragen stellen.

Von Oliver Kühn

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