Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Avacon stellt Bauantrag für Gasstation

Lehrte Avacon stellt Bauantrag für Gasstation

Die Avacon hat einen Bauantrag für eine Gasstation am Ortseingang von Steinwedel gestellt - auf der von vielen Bürgern als Standort abgelehnten Nordseite der Straße. Die Steinwedeler befürchten eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Die Stadt sieht kaum Chancen, das Projekt zu verhindern.

Voriger Artikel
Linien umreißen die Erinnerungen eines Tages
Nächster Artikel
Attacke mit Machete: Geständnis am Prozessbeginn

Hier möchten die Steinwedeler keine Gasstation hingesetzt bekommen . . .

Quelle: Böger

Steinwedel. Schon jetzt steht an der von Aligse kommenden Straße, kurz vor Steinwedel links eine Gasstation. Sie ist laut Avacon-Pressesprecherin Michaela Fiedler sanierungsbedürftig. Das Versorgungsunternehmen will sie abreißen und durch eine neue, nach Fiedlers Angaben etwas größere ersetzen. Das Gebäude werde eine Grundfläche von rund acht mal zehn Meter haben. Gleichzeitig wolle man "etwas weiter von der Aue wegrücken", weil auf dem Gelände Hochwassergefahr bestehe, sagt Fiedler.

Größe und veränderter Standort würden zu einer Verschandelung des Landschaftsbildes führen, befürchten viele Steinwedeler. Sie haben eine Bürgerinitiative gegründet, die sich ausdrücklich "BI Pro Gasstation" nennt, aber eine Verlegung auf die andere, südliche Straßenseite fordert. Mehr als 300 Dorfbewohner haben das mit ihrer Unterschrift bekräftigt, und der Ortsrat steht ebenfalls hinter diesem Anliegen. Auch im Lehrter Rathaus sehe man die Planung der Avacon "grundsätzlich kritisch", erklärt Stadtsprecher Fabian Nolting.

Er bestätigt, dass der Energieversorger einen - allerdings noch unvollständigen - Bauantrag für eine neue Gasstation auf der Nordseite gestellt habe. Trotzdem erklärt Fiedler, dass über den Standort noch keine Entscheidung gefallen sei. "Wir haben noch kein Grundstück gekauft", sagt die Pressesprecherin. Sie räumt jedoch ein, dass "die Planung so läuft". Auf Nachfrage macht sie keine Angaben dazu, ob sich das Unternehmen das Grundstück vorbehaltlich einer Baugenehmigung durch ein notarielles Angebot oder eine andere Art von Vorvertrag gesichert habe.

Nach Angaben von BI-Sprecher Udo Rösler soll es zwischen dem konkreten Bauantrag und der vorab durch Avacon erfolgten Darstellung bei der Unterren Naturschutzbehörde der Region Hannover Differenzen geben. Dabei gehe es zum Beispiel um den Umfang der geplanten Aufschüttungen auf dem Gelände. Nolting kann das nicht bestätigen, versichert aber, dass sich die Stadt in dem jetzt anlaufenden Verfahren eng mit der Regionsbehörde abstimmen werde. Auch die städtischen Gremien würden ständig auf dem Laufenden gehalten. So gibt es auch bei der am Donnerstag, 31. August, um 19.30 Uhr in der Sportklause beginnenden Ortsratsitzung Informationen zu dem Thema.

Allerdings macht Nolting der Bürgerinitiative wenig Hoffnung auf einen Erfolg ihres Widerstands. Die Gasstation sei ein sogenanntes privilegiertes Vorhaben im Außenbereich. Wenn die baurechtlichen Voraussetzungen gegeben seien, könne die Genehmigung nicht verweigert werden, meint der Stadtsprecher.

Alternativer Standort

Das ehemalige Rats- und Ortsratsmitglied Rolf Lüdeling bringt jetzt noch einen dritten Standort als Alternative in die Diskussion: Man könne die Gasstation auch am Ende der Hilgenwiese in der Nähe der Kartoffelscheune errichten, schlägt der Steinwedeler vor. Das hätte den Vorteil, dass die Fläche im Gegensatz zu den beiden Grundstücken am südlichen Ortseingang nicht im Landschaftsschutzgebiet liege, sagt Lüdeling. Er habe diesen Hinweis auch der Region gegeben, damit sie das bei der Abwägung durch die Naturschutzbehörde berücksichtigen könne.

doc6wgccihiaow1bisz2ehr

Fotostrecke Lehrte: Avacon stellt Bauantrag für Gasstation

Zur Bildergalerie

Von Thomas Böger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xxbi16srmt1g9m087ds
Nach dem Kasper kommt der Weihnachtsmann

Fotostrecke Lehrte: Nach dem Kasper kommt der Weihnachtsmann