Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Manskestraße: Sanierung ist stark im Verzug

Lehrte Manskestraße: Sanierung ist stark im Verzug

Die Sanierungsarbeiten am nördlichen Abschnitt der Manskestraße dauern deutlich länger als geplant. Eigentlich sollte der Abschnitt zwischen Gneisenaustraße und der Autobahnbrücke noch in diesem Jahr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Doch daraus wird nichts.

Voriger Artikel
Neuer Eingang macht Kirche barrierefrei
Nächster Artikel
Straßenreinigung wird elf Prozent teurer

Das dauert: Die Baustelle vor ihrer Tür bleibt den Anwohnern der nördlichen Manskestraße noch bis zum nächsten Jahr erhalten.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Das Bauunternehmen, das an der Manskestraße tätig ist, sei sechs bis acht Wochen im Verzug, sagt Fabian Nolting, Sprecher der Lehrter Stadtverwaltung. Und das bedeutet, dass die Baustelle vor Weihnachten auf keinen Fall mehr auf ihrer gesamten Länge geschlossen werden kann. Sie müsse, zumindest in ihrem nördlichen Abschnitt, "eingewintert" werden, sagt Nolting. Das heißt, die Baufirma beendet demnächst ihre Tätigkeit und geht in die Weihnachtsferien.

Gut sieht es bisher nur für den südlichen Bauabschnitt von der Gneisenaustraße bis zur Vater-Jahn-Straße aus. Dieser sei fast fertig, sagt Nolting. Es fehle zwar noch der Gehweg, einer Öffnung vor Weihnachten stehe aber nichts entgegen.

Anders sieht es mit dem Abschnitt im Norden, zwischen Vater-Jahn-Straße und Autobahnbrücke, aus. Dort sind noch nicht einmal die Arbeiten an den Kanälen ganz beendet. Dass bis Weihnachten auch dort der Straßenaufbau erledigt sein wird, ist ausgeschlossen.

Erst im nächsten Jahr soll es dann mit der Fertigstellung des Straßenabschnitts weitergehen. Wenn das Wetter mitspielt, könne das schon im Januar der Fall sein, meint Nolting. Bei Bodenfrost verschiebe sich die Sache noch weiter nach hinten. Wann die Manskestraße fertig sein wird, könne man derzeit noch nicht sagen. "Aber wir hoffen mal auf gutes Wetter", sagt Nolting.

Immerhin gibt es eine Entwarnung bei den Baukosten. "Wir rechnen nicht damit, dass das Projekt wegen der Verzögerungen teurer wird", betont der Stadtsprecher. Das gelte für die reinen Baukosten und damit auch für die sogenannten Ausbaubeiträge, zu welchen die Anlieger herangezogen werden.

Die Gründe für die Verzögerungen sind vielfältig. Unter anderem habe eine Gasleitung nicht dort gelegen, wo sie in den Verzeichnissen der Stadt skizziert war, sagt Nolting. Die Leitung habe "nicht an der Stelle bleiben können" und musste verlegt werden. Außerdem habe es enorme Probleme bei der Herstellung von Hausanschlüssen gegeben. Man habe sehr viel Mühe von heutzutage nicht mehr normgerechten Anschlüssen gehabt, heißt es. Darüber hinaus gab es Probleme mit hohem Grundwasser sowie mit einem Hauptkanal für Schmutzwasser. All das habe sich in den vergangenen Monaten summiert.

Nolting weist auch darauf hin, dass an der Baustelle ein Infocontainer zu finden ist. Wer nähere Angaben zum Baufortschritt haben oder Kritik und Anregungen loswerden möchte, kann dies dort stets dienstagnachmittags in einer Sprechstunde tun.

Die aktuellen Bauarbeiten im nördlichen Bereich der Manskestraße schließen ein vier Jahre dauerndes Millionenprojekt ab. Dabei wurde die wichtige innerörtliche Erschließungsstraße samt sämtlicher Kanäle in vier Abschnitten komplett saniert. Die Arbeiten begannen 2013 mit dem südlichsten Abschnitt in Höhe des Stadtparks.

Von Achim Gückel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Digitales Daumenkino: So wächst das Parkhaus

Das Parkhaus in Lehrte wächst zusehends. Woche für Woche macht HAZ-Redakteur Achim Gückel ein Foto des Baus aus derselben Perspektive. Daraus entsteht ein digitales Daumenkino.