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VDSL: Wann bekommt die Ramhorst Tempo?

Lehrte VDSL: Wann bekommt die Ramhorst Tempo?

Ganz Lehrte ist ausgestattet mit schnellem VDSL-Internet. Ganz Lehrte? Nein! In einer kleinen Siedlung, der Ramhorst, surfen die Menschen noch mit beklagenswert geringen Übertragungsraten. Und das verärgert manchen dort sehr. Aber immerhin ist Besserung in Sicht. Wenn auch wohl erst in anderthalb Jahren.

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Mini-Siedlung mit Mini-Übertragungsraten: In der Ramhorst gibt es noch kein Highspeed-Interne.

Quelle: Sandra Köhler

Ramhorst. Erst wenige Wochen ist es her, dass die frohe Kunde für alle Internetnutzer in Arpke und Hämelerwald verbreitet wurde. Der Telekommunikationsanbieter htp hatte kurz auch in diesen zwei Lehrter Ortsteilen den Ausbau der Breitbandverkabelung abgeschlossen. „Lehrte ist jetzt komplett aufgerüstet“, sagte Htp-Ausbaumanager Ralf Jurgeit damals. Hämelerwald und Arpke waren die letzten der Lehrter Ortschaften, in denen das Highspeed-Internet mit Übertragungsraten von 50 bis 100 Mbit pro Sekunde Einzug hielt.

Von solchen Geschwindigkeiten kann Karsten Kühl bisher nur träumen. Auch er ist ein Lehrter. Aber er wohnt in der Siedlung Ramhorst östlich der Kernstadt, in der offiziell nur rund 30 Menschen wohnen. Dorthin hat es die VDSL-Technologie noch nicht geschafft.

Kühl hat nun ein Schreiben an den Htp-Ausbaumanager und Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk verfasst. Darin setzt er auf den ironisch-fröhlichen Jargon aus Asterix-Heften. „Ein von unbeugsamen Bürgern bevölkerter Ortsteil namens Ramhorst hört nicht auf, auf schnelleres Internet zu warten“, schreibt er, wird dann aber schnell sehr ernst. Die Ramhorst sei für die „kommunikative Herausforderung der Zukunft noch nicht bestens gerüstet“. Kühl betont, dass auch in der Ramhorst viele Menschen wohnten, die auf schnelles Internet angewiesen seien, darunter ein selbstständiger Fotograf.

Mittlerweile hat Htp-Fachmann Jurgeit dem Mann aus der Ramhorst geantwortet. In einem Brief schreibt er davon, dass die „unterversorgten Bereiche“ in der Region Hannover soeben genau betrachtet und in einer Ausschreibung zusammengefasst würden. Auch der Bereich Ramhorst werde genannt und befinde sich mit einer Reihe anderer Ortschaften und Siedlungen im sogenannten Los 1.

Htp werde sich an der Ausschreibung beteiligen, versichert Jurgeit. Er betont, dass der Anbieter, der letztlich den Zuschlag erhält, sämtliche in dem Los genannten Ortschaften erschließen muss. Rosinenpickerei gebe es nicht. „Somit ist zu erwarten, dass der Bereich Ramhorst innerhalb der nächsten anderthalb Jahre ebenfalls schnelles Internet bekommt und „kein gallisches Dorf bleibt“, schreibt Jurgeit.

Zum Los 1 mit Hoffnung auf den Breitbandausbau gehören neben der Ramhorst noch 16 weitere Siedlungen, Dörfer oder Straßenzüge in der Region Hannover, darunter Klein Lobke in der Stadt Sehnde und Abbeile in der Gemeinde Uetze.

Von Achim Gückel

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