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Vereine übernehmen Sportplätze nicht

Lehrte Vereine übernehmen Sportplätze nicht

Die städtischen Sportplätze am Pfingstanger gehen nicht in die Obhut der dort trainierenden Sportvereine über. Das ist das Resultat eines rund sechsmonatigen Abstimmungsprozesses zwischen der Lehrter Stadtverwaltung und Verantwortlichen der vier beteiligten Klubs.

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Die Sportplätze am Pfingstanger bleiben in Obhut der Stadt Lehrte.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. Lehrtes Erstem Stadtrat Uwe Bee war ein wenig Ernüchterung anzumerken, als er am Dienstagabend im Ausschuss für Sport und Freizeit zum Thema Pfingstanger sprach. Man habe in einem eigens gegründeten Arbeitskreis intensive Diskussionen gehabt. Die Gespräche seien auch konstruktiv und freundlich gelaufen. Aus der Übernahme der Sportplätze am Pfingstanger durch die Fußballklubs werde trotzdem nichts. "Es wurde unter den Vereinen keine Einvernehmlichkeit hergestellt. Das muss man respektieren", sagte Bee.

Das Hauptproblem für die vier am Pfinstanger trainierenden Vereine (FC Lehrte, SV 06, Post SV, SV Yurdumspor) liegt im rechtlichen Bereich. Um die Sportplätze zu übernehmen und gemeinschaftlich handlungsfähig zu sein, müssten sie eine Vereinsgemeinschaft gründen, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Doch diesen Schritt wollen die Klubs nicht gemeinsam gehen.

Die Diskussion über die Übernahme der Sportplätze am Pfingstanger war im vergangenen Jahr nach einer Anfrage der Ratsgruppe aus CDU, FDP und Piraten in Gang gekommen. Die Stadtverwaltung urteilte im Herbst, dieser Schritt sei grundsätzlich möglich. Die Stadt spare dadurch voraussichtlich 76.000 Euro Betriebskosten im Jahr, die Vereine müssten jährlich rund 24.000 Euro Förderung für Pflege und Erhalt der Anlagen bekommen. Der westliche Teil der Sportanlagen mit dem Stadion müsse aber, auch in Hinblick auf den Schulsport, in jedem Fall im Eigentum der Stadt bleiben. Außerdem sei die Gründung einer Vereinsgemeinschaft als verlässlicher Partner für die Stadt notwendig. Für solch einen Schritt gingen die Auffassungen der Vereine aber zu weit auseinander, meint Bee. 

Auch die von der CDU/FDP/Piraten-Gruppe angeregte Umwandlung eines Hartgrandplatzes in einen Kunstrasenplatz  ist damit vom Tisch. Der Antrag des FC Lehrte für den Bau einer Flutlichtanlage am Vereinsgelände am Hohnhorstweg steht allerdings weiterhin zur Diskussion. Der FC hofft, mit diesem Schritt das Training in den Abendstunden auf die eigene Anlage verlagern zu können. Auch das könnte die Plätze am Pfingstanger entlasten.

Von Achim Gückel

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