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Flüchtlinge: Vorerst keine Modulbauten

Lehrte Flüchtlinge: Vorerst keine Modulbauten

Die Stadt Lehrte legt den Bau von zwei großen Flüchtlingsunterkünften auf Eis. Auf dem Gelände der ehemaligen Schwanenburg an der Ahltener Straße sowie auf dem Festplatz am Rand von Sievershausen werden vorerst keine Container- oder Modulbauten entstehen. Endgültig vom Tisch sind die Pläne aber noch nicht.

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Auf dem Gelände des ehemaligen Ausfluglokals Schwanenburg an der Ahltener Straße in Lehrte wird  mindestens bis 2017 doch keine Flüchtlingsunterkunft entstehen.vxvcxxvcxv

Quelle: kühn

Lehrte/Sievershausen. Erst Mitte März hatte der Rat der Stadt dem Bürgermeister eine Erlaubnis gegeben. Er dürfe mit der Regionsverwaltung über die Errichtung von Modulbauten für das Schwanenburggelände und den Festplatz in Sieverhausen verhandeln, hieß es. Diesen Schritt wird Klaus Sidortschuk nun vorerst nicht gehen müssen. Grund dafür ist die aktuelle Entwicklung beim Zustrom von Flüchtlingen: Die Lage entspanne sich deutlich, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Daher werde man mindestens bis zum Spätsommer davon Abstand nehmen, die Pläne mit den Modulbauten in Angriff zu nehmen.

„Die derzeit noch freien beziehungsweise in Kürze zur Verfügung stehenden Wohnraumkapazitäten rechtfertigen diese Entscheidung“, schreibt Stadtsprecher Fabian Nolting. Eine Rolle spielt dabei auch der Umbau des früheren Gästehauses Kluge und der früheren Schmierfabrik in Ahlten zu Unterkünften für etwa 100 Menschen.

In der Tat sinkt die Quote der an Lehrte zugewiesenen Flüchtlinge. Anfang des Jahres hieß es noch, die Stadt müsse bis Ende März mehr als 400 Menschen aufnehmen, jetzt beträgt die Quote 398 Flüchtlinge bis Ende Juli. Was danach passiert ist allerdings unklar.

Daher wird die Stadtverwaltung alle Vorplanungen für Modulbauten auf dem Festplatz in Sieverhausen und auf dem Schwanenburggelände noch abschließen – um sie dann erst einmal in die Schublade zu legen. Von dort könnten die Pläne aber auch schnell wieder hervorgeholt werden, wenn die Zuweisungsquoten im Sommer wieder deutlich ansteigen sollten. Vor Anfang 2017 werden an beiden Standorten aber auf keinen Fall Unterkünfte bezugsfertig sein.

Nach der Ankündigung, auf dem Festplatz Modulbauten für Flüchtlinge errichten zu wollen, hatte es in Sievershausen zu Anfang des Jahres auch viele Sorgen und eine sehr gut besuchte Ortsratssitzung gegeben. Später hieß es auch im Rat der Stadt, dort dürften keine Unterkünfte für 100 Menschen oder mehr entstehen. Das verkrafte ein so kleiner Ort wie Sievershausen möglicherweise nicht.

Gegen die Ansiedlung einer Flüchtlingsunterkunft auf dem Schwanenburggelände gab es sogar offenen Protest. Anlieger wehrten sich mit einer Unterschriftenliste pauschal gegen Flüchtlinge in der Nachbarschaft. Sprecher aller Fraktionen im Rat kritisierten daraufhin diese Einstellung heftig.

Über die neue Marschrichtung in Sachen Modulbauten hat Sidortschuk am späten Mittwochnachmittag bereits den Verwaltungsausschuss der Rates offiziell informiert.

Von Achim Gückel

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