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Die Stadt braucht noch zwei Kindergärten

Lehrte Die Stadt braucht noch zwei Kindergärten

In der Lehrter Kernstadt sowie in Hämelerwald oder Sievershausen muss im nächsten Jahr jeweils noch ein Kindergarten für vier bis fünf Gruppen gebaut werden. Das ist jetzt im entsprechenden Bedarfsplan deutlich geworden. In den östlichen Ortsteilen fehlen jetzt schon 23 Plätze.

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Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für ein- bis dreijährige Kinder steigt stetig. Frank Hormann/dapd

Quelle: Frank Hormann

Lehrte. Die Stadtverwaltung hat die zuletzt 2013 aktualisierte Kita-Bedarfsplanung für die nächsten zwei Jahre fortgeschrieben. Danach gibt es für gut die Hälfte der Kinder zwischen einem und drei Jahren einen Betreuungsplatz, auf den alle einen Rechtsanspruch haben. Für die drei- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen beträgt die Versorgungsquote dagegen etwas mehr als 100 Prozent. Doch im Rathaus geht man von steigenden Geburtenraten aus, so dass auch für diese Altersgruppe noch weiterer Bedarf entstehen könnte. Außerdem rechnet die Verwaltung damit, dass noch mehr als die bisher in Lehrter Einrichtungen betreuten 27 Flüchtlingskinder untergebracht werden müssen.

Die Differenzen zwischen Angebot und Nachfrage fallen unterschiedlich aus. So fehlen in den nördlichen Stadtteilen sowie in Hämelerwald und Sievershausen vor allem Plätze für Drei- bis Sechsjährige. Ein Problem, dass sich durch das neue Baugebiet Kirchlahe-Süd in Sievershausen noch verstärken könnte. In der Kernstadt mangelt es dagegen vor allem an Angeboten für jüngere Kinder. Für sie gibt es bereits Wartelisten.

Außerdem zeichnet sich ein immer stärkerer Bedarf für längere Betreuungszeiten ab. "Die Nachfrage nach reiner Vormittagsbetreuung ist rückläufig", heißt es in einer Vorlage für den Rat. Begehrt seien dagegen Ganztagsplätze, aber auch eine sogenannte Dreiviertelbetreuung von sechs Stunden. Die Zahl der ganztags in den Kindertagesstätten untergebrachten Kinder hat in den vergangenen fünf Jahren um gut 22 Prozent zugenommen.

Mittelfristig fehlen nach den Prognosen der Stadtverwaltung jedoch vor allem Plätze für Grundschüler nach Unterrichtsende. Der Bedarf wird im Rathaus mit fast 1000 veranschlagt, vorhanden sind gut 150 weniger. Neben dem Neubau von zwei Einrichtungen empfiehlt die Verwaltung deshalb, ein Konzept zur Zusammenarbeit der Ganztagsgrundschulen und anderer Angebote wie dem Hort zu entwickeln. Mit den Vorschlägen befassen sich jetzt zunächst die Ortsräte, bevor der Rat voraussichtlich im Juni entscheidet.

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