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Sammelunterkünfte werden weiterhin gebraucht

Lehrte Sammelunterkünfte werden weiterhin gebraucht

Die Flüchtlingszahlen gehen zwar bundesweit zurück, doch die Stadt Lehrte sieht momentan keinen Grund, ihre Sammelunterkünfte aufzugeben. Die entsprechenden drei Gebäude sind immer noch gut ausgelastet. Am Mittwoch soll sogar eine weitere Unterkunft neu in Betrieb genommen werden.

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In der Unterkunft an der Manskestraße sind von den 100 Plätzen lediglich fünf nicht belegt. 

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Lehrte. "Unsere Sammelunterkünfte sind immer noch gut belegt", sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. In der Unterkunft an der Manskestraße sind von den 100 Plätzen lediglich fünf unbelegt. Auch in der ehemaligen Brotfabrik an der Everner Straße, die 2015 kurzfristig zur Gemeinschaftsunterkunft für 170 Menschen umgebaut wurde, ist weit mehr als zur Hälfte gefüllt. Mehr als die aktuell dort lebenden 100 Menschen wolle man dort auch längerfristig nicht mehr unterbringen - auch wenn das Gebäude alle Standards erfülle, wie Nolting betont. "Integration wird eher durch dezentrales Wohnen gefördert und erleichtert." Ähnlich verhält es sich mit der Unterkunft an der Nordstraße, wo rund 50 Asylsuchende leben. Auch dort gibt es noch keine sichtbare Entspannung.

Die Stadt verfolge dennoch das Ziel, die Asylsuchenden zeitnah in Wohnungen dezentral im Stadtgebiet unterzubringen. Momentan gebe es dafür aber kaum Chancen. "Der Wohnungsmarkt in Lehrte ist sehr angespannt. Es gibt zu wenige freie Wohnungen", sagt Nolting. Hoffnung setzt die Stadt deshalb in das Flüchtlingsheim, das die Lehrter Wohnungsbau aktuell an der Tiefen Straße errichtet. 70 Menschen sollen in dem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus spätestens ab Anfang nächsten Jahres unterkommen.

Die Stadt will das Gebäude dafür zunächst von der Lehrter Wohnungsbau anmieten. Falls es irgendwann nicht mehr für Asylsuchende benötigt wird, kann das Haus modernisiert und die Wohnungen vermietet werden. Ähnlich verhält es sich mit dem ehemaligen Stadtwerke-Gelände an der Manskestraße. Das will die Lehrter Wohnungsbau teilweise neu bebauen beziehungsweise bestehende Gebäude zu Wohnungen umbauen.

Auch in Ahlten können jetzt bald die ersten Flüchtlinge aufgenommen werden. Das ehemalige Gästehaus Kluge an der Hannoverschen Straße wurde umgebaut und bietet mit 26 Wohneinheiten ab Mittwoch Platz für Asyl suchende Paare, Elternteile mit Kindern und kleine Familien.

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