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Drei Brüder sollen hinter Gittern verschwínden

Lehrte Drei Brüder sollen hinter Gittern verschwínden

Drei Brüder - einer aus Lehrte, einer aus der Wedemark und einer aus Celle - sollen hinter Gittern verschwinden. Das Landgericht Hildesheim hat das Trio jetzt wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu Haftstrafen verurteilt. Rädelsführer war dabei nach Ansicht des Gerichts der Lehrter.

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Drogenhandel: Das Landgericht Hildesheim verhängt Haftstrafen gegen drei Brüder.

Quelle: Dpa

Lehrte/Hildesheim. Der 34-jährige Lehrter kassierte dementsprechend die saftigste Freiheitsstrafe: Sechs Jahre und neun Monate. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder kam mit drei Monaten weniger davon. Gegen den drogenabhängigen Mann ordnete das Gericht aber auch die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Das bedeutet, er muss erst einen Teil seiner Strafe in Haft verbringen. Danach kommt es auf den Erfolg der Therapie an, ob er möglicherweise früher entlassen werden kann. Der älteste der Brüder, ein 39-Jähriger aus der Wedemark, kam mit vier Jahren Haft davon.

Philipp Suden, Sprecher des Landgerichts Hildesheim, betont, dass alle drei Urteile noch nicht rechtskräftig sind. Der Anwalt des Lehrters habe bereits Revision eingelegt. Suden sagt auch, dass die ursprüngliche Anklage noch auf bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln lautete. Während der Verhandlung sei dieser Vorwurf aber in unerlaubtes Handeltreiben abgemildert worden.

Tatsächlich hatten die drei Brüder zu Beginn dieses Jahres mindestes zwei Monate lang im großen Stil mit Marihuana gehandelt. Es habe eine "Vielzahl von Taten" gegeben, hatte Suden schon zu Beginn des Prozesses gesagt. Aufgeflogen war die Gruppe im März, als die zwei jüngeren Brüder offenbar in Vorbereitung verschiedener Deals etwa ein Kilo Marihuana aus einer sogenannten Bunkerwohnung in der Wedemark geholt hatten. In Langenhagen haben sie dann ihre ersten Abnehmer getroffen und verschiedene Deals abgewickelt. Dabei sahen Spezialkräfte der Polizei zu, die den Brüdern zuvor nach ersten Hinweisen aus Celle schon eine ganze Weile auf den Fersen gewesen waren. Die Fahnder machten daraufhin alle drei Brüder dingfest.

Bei den Verkäufen im März in Langenhagen hatten rund 400 Gramm Marihuana im Wert von 2150 Euro den Besitzer gewechselt. Eine sehr viel größere Menge der Droge fand die Polizei in der Wohnung des 39-jährigen Bruders: 35 Kilogramm. Der Älteste des Trios sei allerdings nur der sogenannte Bunkerhalter gewesen, betonte Suden jetzt. Deshalb habe das Gericht diesen Mann nun mit der deutlich geringsten Haftstrafe belegt.

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