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Schimmel in Schule: Eltern kritisieren Stadt

Ahlten Schimmel in Schule: Eltern kritisieren Stadt

Beim Schimmelproblem an der Grundschule Ahlten sind die Fronten verhärtet. Die Eltern üben weiterhin harsche Kritik an der Stadt: Die Sanierung der Räume zöge sich in die Länge, Kinder würden in Räumen unterrichtet, die gesundheitlich bedenklich seien. Die Stadt weist alle Anschuldigungen von sich.

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Wegen Schimmelbefall hat die Stadt in der Grundschule Ahlten mehrere Unterrichtsräume saniert. Als Ursache wurde ein zu feuchter Kriechkeller ausfindig gemacht. Weitere Räume sollen in den Sommerferien saniert werden.

Quelle: Katja Eggers

Ahlten. Die Eltern sorgen sich vor allem um die Gesundheit ihrer Kinder. Zwar habe die Stadt mittlerweile Räume mit Schimmelbefall saniert. Die Kinder wären aber trotzdem noch in einem Werkraum unterrichtet worden, der stark rieche. Nach drei Tagen habe mehr als die Hälfte der Kinder in einer Klasse über Kopfschmerzen, Übelkeit und Schleimhautreizungen geklagt, heißt es aus der Elternschaft. Die Stadt habe den Raum schließlich gesperrt.

In angrenzenden Räumen, die erst in den Sommerferien saniert werden sollen, würden Kinder nach wie vor allergisch reagieren, meinen die Eltern. Außerdem seien Raumluftmessungen nicht fachgerecht erfolgt. "Alles in allem ist der gewünschte Erfolg bisher ausgeblieben", sagt Tamara Pfaff vom Schulelternrat. 150 Eltern haben daher eine Unterschriftenliste unterzeichnet. Sie fordern, dass ihre Kinder nur in gesundheitlich unbedenklichen Räumen unterrichtet werden.

Lehrtes Stadtsprecher Fabian Nolting weist die Kritik der Eltern entschieden zurück. Die Freigabe von Räumen erfolge grundsätzlich nur dann, wenn eine Kontrollmessung der Raumluft einwandfreie Ergebnisse geliefert habe. Bei der Sanierung mache die Stadt sogar mehr als sie müsse, betont Nolting. Auch in drei Räumen, bei denen die Messergebnisse unter den Grenzwerten blieben, werde die Stadt noch den Estrich sanieren.

Auf Wunsch der Eltern war im April das Gesundheitsamt in der Ahltener Grundschule zu Gast. "Dabei wurde das schnelle und sorgfältige Handeln der Stadt ausdrücklich gelobt", betont Nolting. Einige Eltern fühlen sich vom Gesundheitsamt hingegen nicht ernst genommen. "Die allergischen Reaktionen der Kinder wurden als Schnupfen abgetan, weil gerade Erkältungszeit war", sagt Pfaff. Dabei hätten Fachärzte bei einzelnen Kindern Reaktionen auf Schimmelpilze festgestellt. Den Werkraum und die Nachbarräume will die Stadt nun weiter untersuchen und eventuelle Schäden oder mikrobielle Belastungen beseitigen lassen.

Die Eltern kritisieren auch die Informationspolitik der Stadt. Es fehle die Transparenz. Das Schimmelproblem ziehe sich schon seit zwei Jahren hin, meinen Eltern. Es würden immer wieder Räume saniert und gesperrt. Nolting entgegnet, dass die Stadt sehr wohl informiere: "Wir geben alles, inklusive der Messergebnisse, ungefiltert an die Schulleitung weiter." Wenn die noch ausstehenden Ergebnisse vorliegen, soll es im Juni für die Eltern eine Informationsveranstaltung in der Schule geben.

Von Katja Eggers

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