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Eltern übergeben Unterschriftensammlung

Lehrte Eltern übergeben Unterschriftensammlung

Der Kampf von Eltern um eine bessere Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder in den Grundschulen von Immensen und Arpke wird intensiver. Am Mittwochabend hat die Initiative Listen mit 308 Unterstützerunterschriften an Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk übergeben.

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Viele Eltern kommen mitsamt ihrer Kinder zur Übergabe der Unterschriftenlisten an den Bürgermeister.

Quelle: Achim Gückel

Immensen/Arpke. Zur Übergabe waren rund 100 Eltern samt Kindern sowie Vertreter aus der Lokalpolitik in die Immenser Heinrich-Bokemeyer-Grundschule gekommen.
Die Eltern hofften, dass sie sich jetzt gemeinsam mit Verwaltung und Politik auf den Weg machen können, um die Situation zu verbessern. Das sagte Jacqueline Engelhardt, eine der Gründerinnen der Initiative, am Mittwochabend.

Ihr Mitstreiter Jan Lange betonte, dass mit viel ehrenamtlichem Engagement und Hochdruck daran gearbeitet werde, die Nöte vieler Immenser und Arpker Eltern aufzuzeigen. Jetzt müssten statt Vertröstungen endlich kurzfristige Lösungen aber auch ein dauerhafter Ansatz für die zwei benachbarten Ortschaften her.

Konkret gehe es darum, dass viele Familien in Lehrte massiv unter der fehlenden Nachmittagsbetreuung litten. Und das betreffe insbesondere die Ortsteile. Auf diese Weise drohe den Dörfern die Attraktivität als Wohnort für junge Familien verloren zu gehen, meint die Elterninitiative. Konkret gehe es darum, schnellstmöglich eine verlässliche und an den Grundschulen angesiedelte Hortbetreuung zu schaffen. Bisher hätten bei einer Abfrage der Elterninitiative 57 Eltern in Immensen und 59 in Arpke Bedarf in der Nachmittagsbetreuung angemeldet. Allein in Immensen lägen 16 Anfragen für die Erstklässler von 2018 vor.

Sidortschuk betonte bei der Übergabe der Listen, dass sich die Stadt schon seit geraumer Zeit mit dem Problem der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen befasse. Eine Projektgruppe habe erst vor wenigen Tagen Ergebnisse vorgelegt. Vorgesehen sei ein Pilotprojekt an zwei Grundschulen in der Kernstadt, der Albert-Schweitzer-Schule und der Grundschule Süd, nicht aber an jenen in Immensen und Arpke. Diese seien noch keine Ganztagsschulen und könnten daher bei der Einrichtung von Horten nicht an vorderster Linie dabei sein. „Aber wir wollen etwas tun, und wir wollen ein gleiches und gutes Angebot für alle in der Stadt“, betonte der Bürgermeister.

Sidortschuk mahnte jedoch auch, dass die Stadt nur auf wirklich verbindlichen Meldungen zur Betreuung verlässlich planen könne. Gleichwohl wachse überall der Bedarf. Die Faustformel laute derzeit, dass wohl 50 Prozent der Kinder eine Nachmittagsbetreuung bräuchten.

Immensens Grundschulleiterin Birgit Rieger betonte indes, dass der Übergang zu einer Ganztagsschule ein sehr großer Schritt sei, der genau durchdacht werden müsse. Daher wolle man in ihrer Schule zunächst die Ergebnisse aus den zwei Pilotschulen in der Kernstadt abwarten.

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