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Eltern übergeben 388 Unterschriften

Lehrte Eltern übergeben 388 Unterschriften

Eltern haben am Donnerstagabend im Ortsrat Steinwedel ein Zeichen für den Erhalt der Aueschule im Dorf gesetzt: Sie übergaben 388 Unterschriften an den Ortsrat. Damit reagierten sie auf einen Vorstoß, die Außenstelle der Schule zu schließen und alle Klassen in Aligse zusammen zu führen.

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"Lasst die Schule im Dorf": Katrin Buchholz übergibt 388 Unterschriften an Steinwedels Ortsbürgermeister Jens Utermann.

Quelle: Katja Eggers

Steinwedel. In der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus übergab Katrin Buchholz, eine der Initiatorinnen der Unterschriftenaktion, die Liste an Steinwedels Ortsbürgermeister Jens Utermann. Die Listen hatten zwei Wochen lang unter anderem in Geschäften ausgelegen. Am Ende kamen 333 Unterschriften von Steinwedelern und 55 von Unterstützern aus den umliegenden Orten zusammen.

"Wir wollen auch in Zukunft ein familienfreundliches Dorf bleiben, und dazu gehört auch eine Grundschule", betonte Buchholz bei der Übergabe. Mit der Aktion habe man zudem "Emotionen einen Raum geben" wollen, sagte Buchholz. Denn besagte Forderung nach einer Schließung der Grundschule in Steinwedel, die von einer Gruppe von vier besorgten Eltern kam, hatte im Dorf für große Aufregung gesorgt. Mit knapp 60 Zuhörern war es in der Ortsratssitzung entsprechend voll.

Utermann wertete die Unterschriftenaktin als "klares Votum" für den Erhalt des Schulstandortes in Steinwedel. Der Ortsrat positionierte sich in der Sitzung ebenfalls deutlich. Sowohl Ralf Wengorsch von der CDU als auch Karl-Heinz Bode von der SPD betonten, dass ihre Fraktionen hinter der Aueschule in Steinwedel stünden.

Lehrtes Erster Stadtrat Uwe Bee erklärte, dass der Rat der Stadt sich im Jahr 2015 gerade erst dafür ausgesprochen hatte, die Aue-Grundschule an den zwei Standorten in Aligse und Steinwedel weiterzuführen. "Dieser Ratsbeschluss ist für uns bindend", betonte Bee. Solange der Rat nichts anderes entscheide, werde daher auch nichts geschlossen.

Bee ging zudem auf die Kritik der vier Eltern ein, die in der Sitzung am Donnerstag nicht persönlich anwesend waren. In ihrem Brief an die Landesschulbehörde hatten sie als Gründe für die geforderte Schulschließung in Steinwedel unter anderem eine schlechte Unterrichtsversorgung und erhebliche bauliche Mängel aufgeführt.

Die Mängelliste liege der Verwaltung vor und würden auch abgearbeitet, versicherte Bee. Sowohl die Aueschule in Steinwedel als auch jene in Aligse werde aber, was Investitionen oder Ausbesserungen angehe, genauso behandelt wie alle anderen Schule im Stadtgebiet. Das Gebäudemanagement im Rathaus sei jedoch sehr ausgelastet. "Zwei Mitarbeiter arbeiten im Jahr bis zu 3000 Aufträge ab, da bitte ich einfach um Geduld", sagte Bee.

Aueschulleiterin Angela Dießel ging indes auf die Probleme ein, die das Führen einer Schule an zwei Standorten mit sich bringt. "Mit neun Kollegen werden acht Klassen an zwei Standorten gewuppt", sagte Dießel. Sie kämpfe derzeit vor allem mit einem hohen Krankheitsstand. Lehrer müssten zudem pendeln und Aufsicht an zwei Standorten führen, in Steinwedel gebe es außerdem keine Pausenhalle.

Zu den Ergebnissen einer Elternumfrage der Schule konnte Dießel derweil noch nichts sagen. Die Stadt hatte die Schulleiterin aufgefordert, bei allen Eltern die Meinung über eine Zusammenlegung der Standorte Aligse und Steinwedel abzufragen. Dießel hatte die Fragen in einem Rückmeldebogen über die gewünschte Schulform für Kinder ab Klasse 5 eingebettet. Die Umfrage wurde Ende Februar abgeschlossen. Der Schulvorstand tagt dazu am 22. März.

Von Katja Eggers

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