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So sieht es im neuen Parkhaus aus

Lehrte So sieht es im neuen Parkhaus aus

Der Endspurt auf der Baustelle beginnt: In knapp drei Monaten soll Lehrtes neues Parkhaus an der Poststraße fertig sein und mit einem großen Fest eröffnet werden. Was bietet das Gebäude, für das eigens eine Betreibergesellschaft gegründet wurde? Und wie sieht es innen aus?

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Der Einfahrtsbereich an der Poststraße.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Der erste Eindruck ist Verwunderung: Das neue Parkhaus wirkt innen irgendwie viel größer als sein Vorgänger. Dabei steht es doch an derselben Stelle - kein Quadratmeter Grundfläche mehr. Daniel Koch weist mit einer weiten Geste auf die Wände: "Alles weiß gestrichen. Beim alten Parkhaus war da nur blanker, grauer Beton", sagt der Mann, der mit Frank Wersebe die Lehrter Parkhausgesellschaft führt. Das Weiß lässt den 6,5-Millionen-Euro-Bau an der Poststraße in der Tat weiträumiger erscheinen als seinen vor gut einem Jahr abgerissenen, maroden Vorgänger.

Außerdem sind die Parkbereiche auf den sechs Ebenen des Neubaus stützenfrei. Das heißt, es stören keine Pfeiler mehr beim Rangieren, Ein- und Ausfahren. Alles wirkt luftiger. Von seinem Vorgänger hat das neue Parkhaus eigentlich nur zwei Dinge: In der Mitte ist ein Lichthof, um den sich die drei Achsen des Gebäudes anordnen, und die Einfahrt und Ausfahrt bleiben dort, wo sie schon immer waren - an der Poststraße sowie am spitzen Ende des Bauwerks, zur Burgdorfer Straße und Berliner Allee gewandt.

Ansonsten ist alles neu und anders. Der Neubau ist fast doppelt so hoch wie das frühere Gebäude. Er hat sechs Parkebenen, die der Orientierung halber noch farblich markiert werden, und er wird über 355, teils schräg angeordnete Stellplätze verfügen - gut 40 mehr als der Vorgänger. Die einzelnen Boxen werden, den modernen Autos angepasst, sehr viel breiter sein als gewohnt. Und der Verkehr wird in dem Parkhaus im Einbahnstraßenmodus laufen. Es gibt Rampen für die Auffahrten, andere für die Abfahrten. Gegenverkehr ausgeschlossen. Und es wird Schranken und Automaten geben, an denen Gebühren zu zahlen sind - ein Novum in Lehrte.

Gebühren werden jedoch nur für all jene fällig, die ihren Wagen länger als eine Stunde im neuen Parkhaus stehen lassen oder sich gleich einen der Dauer- sowie Park-and-Ride-Platz mieten.

Dafür bietet das neue Parkhaus allerhand Komfort, der ungewohnt ist. Die Treppenhäuser sind großzügig und hell gestaltet, große Glastüren inklusive. Die Kundschaft findet an mehreren Stellen Notrufknöpfe. Wer einen davon drückt, bekommt Kontakt mit einem Mitarbeiter der Parkhausbetreuung. An den Frauenparkplätzen im Erdgeschoss sind diese Druckknöpfe fast an jeder Säule der Außenwand angebracht.

Insgesamt 30 Überwachungskameras sollen zusätzlich für Sicherheit sorgen. Je vier davon sind auf jeder Parkebene angebracht, sechs finden sich im Bereich der Kassenautomaten sowie der Ein- und Ausfahrt.

Der Innenausbau befinde sich jetzt, zehn Monate nach der Grundsteinlegung, "in den Endzügen", sagt Koch. Verzögerungen gebe es bisher nicht. Noch fehle aber der spezielle Belag für die Fahrbahn - ein robuster und leicht zu reparierender Flüssigkunststoff. Das Material könne nur bei günstigen Wetterbedingungen gegossen werden, damit er gleichmäßig aushärtet. Bisher war es für diese Arbeit einfach noch zu kalt.

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Von Achim Gückel

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