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Satter Überschuss bei Energiegenossenschaft

Lehrte/Sehnde Satter Überschuss bei Energiegenossenschaft

Die Energiegenossenschaft Lehrte-Sehnde hat erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr hinter sich. Der Überschuss ist gestiegen, die Mitglieder bekommen abermals 3 Prozent Dividende auf ihre Einlagen. Schon bald soll eine Diskussion über neue Investitionen beginnen.

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Einmütige Zustimmung: Die Mitglieder der Energiegenossenschaft segnen den Jahresbericht ab.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. 123 Mitglieder waren am Montagabend zur Mitgliederversammlung der Energiegenossenschaft in die Volksbank am August-Bödecker-Platz gekommen. Vorstandsmitglied Volker Böckmann präsentierte Zahlen, welche die Genossenschaftler zufrieden und einmütig zur Kenntnis nahmen. Den Jahresüberschuss für 2015, der aus der Einspeisung von Solarstrom ins Energienetz resultiert, bezifferte er mit gut 152 000 Euro (2014: 140 000 Euro). Davon fließen rund 72 000 Euro in Rücklagen. 80 000 Euro werden als dreiprozentige Dividende an die Anteilseigner verteilt. Für 2016 stellte Böckmann einen Überschuss von 178 000 Euro in Aussicht.

Die Energiegenossenschaft Lehrte-Sehnde hat außerdem so viele Mitglieder wie noch nie. Ende 2015 waren es 460. Das sind 72 mehr als ein Jahr zuvor. Die Genossenschaft betreibt fünf Fotovoltaikanlagen, mit fast 90 000 Quadratmetern Kollektorenfläche. Diese befinden sich unter anderem auf dem Kindergarten am Saturnring in Ahlten, der Sporthalle Süd in Lehrte und mehreren Firmenhallen. Die größte davon hat eine Fläche von 50 000 Quadratmetern und bedeckt das Dach einer Logistikhalle bei Höver.

In ihre Fotovoltaikanlagen hatte die Energiegenossenschaft in den Jahren 2010 bis 2012 insgesamt knapp 8 Millionen Euro investiert. Böckmann sprach in der Versammlung davon, dass die Genossenschaft eventuell schon in drei bis vier Jahren schuldenfrei sein könnte. Das liege auch an Sondertilgungen, die man jedes Jahr leiste. Nun sollte die Genossenschaft über Investitionen in neue Projekte nachdenken, regte Böckmann an. Auch das Regionalprinzip, also dass die Genossenschaft sich nur auf Lehrte und Sehnde erstreckt, müsse neu diskutiert werden. Die Gespräche darüber sollen voraussichtlich in einem halben Jahr losgehen, sagte Böckmann. Konkrete Planungen gebe es aber noch nicht.

Böckmann machte jedoch deutlich, dass es wegen geänderter Gesetze mittlerweile nicht mehr rentabel sei, in Solarenergie zu investieren. Daher werde der Vorstand über Investitionen in Windkrafträder sprechen müssen. „Eine Idee wäre es, eine Windkraftanlage zu kaufen“, sagte Böckmann. Wenn diese Anlage eine rentable Höhe habe, käme möglicherweise eine Investition von 5 bis 6 Millionen Euro in Betracht.

Von Achim Gückel

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