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Energiegenossenschaft schafft sich Rücklagen

Lehrte/Sehnde Energiegenossenschaft schafft sich Rücklagen

Zufriedene Gesichter bei den Mitgliedern der Energiegenossenschaft Lehrte-Sehnde: Auch für das Geschäftsjahr 2014 erhalten sie auf ihre Einlagen eine Dividende von 3 Prozent. Darüber hinaus fließen fast 73.000 Euro in Rücklagen.

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Zustimmung auf ganzer Linie: Alle Abstimmungen bei der Energiegenossenschaft gehen einmütig aus.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. 109 Mitglieder waren am Montagabend zur Generalversammlung der Energiegenossenschaft in die Volksbank am August-Bödecker-Platz in Lehrte gekommen. Vorstandmitglied Volker Böckmann präsentierte ihnen solide Zahlen. Den Jahresüberschuss der Genossenschaft, welcher aus der Einspeisung von Solarstrom ins Energienetz resultiert, bezifferte er mit 140 139,22 Euro (2013: 90 000 Euro). 8000 Euro fließen in gesetzliche, knapp 65 000 Euro in andere Rücklagen. Dieses Eigenkapital könne in Zukunft möglicherweise in den Kauf einer Windkraftanlage gesteckt werden, sagte Böckmann.

Mit dem Bau weiterer großer Fotovoltaikanlagen hat sich die Genossenschaft auch in den vergangenen zwölf Monaten zurückgehalten. Es fehlten mittlerweile die Anreize für solche Projekte, sagte Böckmann. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wirke „contra Fotovoltaikanlagen“, machte er deutlich.

Fünf derartige Anlagen betreibt die Genossenschaft bereits - von der eher klein dimensionierten auf dem Dach einer Mehrfamilienhauses über jener auf der Großsporthalle in Lehrte Süd bis hin zum riesigen Solarpark auf Logistikhallen bei Höver und Lehrte. Innerhalb von nur 18 Monaten hatte die Genossenschaft in den Jahren 2011 und 2012 8 Millionen Euro investiert. Die dafür aufgenommenen Kredite habe man auch im Geschäftsjahr 2014 durch Sondertilgungen zusätzlich verringern können, verdeutlichte Böckmann. Die Liquidität der Genossenschaft sei „jederzeit ausreichend“ gewesen.

Auch andere Zahlen machten den Anteilseignern Freude. Ende 2014 hatte die Genossenschaft 388 Mitglieder - 20 mehr als ein Jahr zuvor. Mittlerweile hat sich die Zahl sogar auf 395 erhöht. Im Schnitt haben die Mitglieder laut Böckmann rund 6400 Euro an Einlagen in die Genossenschaft gesteckt. Diese Kapitalanlage sei zwar nicht frei von Risiken, erfreue sich aber offenbar dauerhafter Beliebtheit.

Bönisch neu im Aufsichtsrat

Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk bleibt im Aufsichtsrats der Energiegenossenschaft Lehrte-Sehnde. Die Mitglieder wählten den Vorsitzenden des Gremiums am Montagabend einstimmig für eine weitere Amtszeit. Nicht mehr zum Aufsichtsrat gehört hingegen Heinz-Dieter Schöffski, der aus persönlichen Gründen nicht zur Wiederwahl stand. Für ihn rückt Anne Bönisch nach. Die 42-Jährige ist Geschäftsführerin des DIA-Gewerbeparks bei Arpke. Auch ihre Wahl fiel einstimmig aus.

Zu dem Gremium, dass die Arbeit der zwei ehrenamtlichen Geschäftsführer Volker Böckmann (Volksbank) und Rainer Eberth (Stadtwerke) kontrolliert, gehören außerdem noch Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, Hennig Deneke-Jöhrens von den Volksbank und Thomas Gustke.

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