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Neues Asylheim am Stadtrand?

Ahlten Neues Asylheim am Stadtrand?

Flüchtlingsunterkünfte: Nach dem Festplatz in Sievershausen steht nun auch das Gelände der ehemaligen Schwanenburg in Ahlten zur Debatte. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk hat die Pläne am Donnerstagabend im Ahltener Ortsrat vorgestellt.

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Früher war dort ein Lokal mit Badeanstalt, später ein Jugendfreizeitheim: Auf dem Gelände der ehemaligen Schwanenburg könnte künftig ein Flüchtlingsheim entstehen.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. „Eine dezentrale Unterbringung geht nicht mehr“, betonte Sidortschuk bei der Sitzung im bestens gefüllten Feuerwehrgerätehaus. Die Stadt habe daher nach „großen Objekten“ Ausschau gehalten.

Festplatz in Sievershausen kommt in Betracht

In Sievershausen kommt der 5800 Quadratmeter große Festplatz in Betracht. In Ahlten steht das städtische Gelände der ehemaligen Schwanenburg zur Debatte. Die 2800 Quadratmeter große Freifläche liegt zwar direkt am Ortseingang zu Lehrte, gehört aber zur Gemarkung Ahlten.

Derzeit stehen dort Altglascontainer. Falls das Gelände für die Unterbringung von Flüchtlingen herangezogen wird, würden dort laut Stadtsprecherin Nele Domin vermutlich Container oder Holzmodule aufgestellt. Ob und wann die Fläche für Flüchtlingsunterkünfte infrage kommt, muss die Stadt jedoch erst noch mit der Region Hannover absprechen.

Festplatz in Ahlten steht nicht zur Debatte

Die Frage eines Bürgers, ob die Stadt in Ahlten so wie in Sievershausen auch den Festplatz für den Bau von Flüchtlingsheimen in Erwägung zieht, verneinte der Bürgermeister. Dass im Ort künftig nicht auch eine Sporthalle mit Flüchtlingen belegt werden könnte, wollte Sidortschuk jedoch nicht ausschließen: „Derzeit ist das für uns zwar keine Option, aber es wäre unredlich zu versprechen, dass es im Notfall nicht doch dazu kommt.“ Falls wirklich eine erste Turnhalle mit Flüchtlingen belegt würde, wäre es aber keine Halle in Ahlten, verriet Sidortschuk.

In Ahlten leben derzeit sechs Flüchtlingsfamilien aus Syrien, dem Irak und Montenegro mit insgesamt 27 Personen. Elf von ihnen sind Männer, 13 sind Kinder. Ende April sollen 38 weitere Flüchtlinge eine Gemeinschaftsunterkunft in der ehemaligen Schmierfabrik an der Hannoverschen Straße beziehen.

Von Katja Eggers

Der Wetterhahn soll bleiben

In die ehemalige Schmierfabrik in Ahlten sollen Ende April oder Anfang Mai 38 Flüchtlinge einziehen. Die Stadt lässt das Gebäude dafür derzeit herrichten und umfangreich sanieren. Eine Anwohnerin beschwerte sich in der Ortsratssitzung, dass dabei der große Schornstein, eine Art Wahrzeichen des Hauses, abgerissen wurde. Fachdienstleiter Jürgen Adloff erklärte, dass der Schornstein marode gewesen sei. Den Wetterhahn des Hauses werde man aber sichern. „Der kann nach der Sanierung gern wieder ans Gebäude – oder zur Not auch an ein anderes Haus in Ahlten“, sagte Adloff.

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