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Es ist Zeit für Großunterkünfte

Lehrte Es ist Zeit für Großunterkünfte

Die Stadt Lehrte denkt in Sachen Flüchtlinge nun endgültig in großen Kategorien. Sie will die Menschen jetzt in leer stehenden Gewerbeimmobilien unterbringen. Die ersten Mietverhandlungen stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.

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Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen will die Stadt nun größere Gebäude anmieten.

Quelle: Archiv

Lehrte. Klotzen statt kleckern: So lautet mittlerweile das Motto bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Lehrte. Der private Wohnungsmarkt ist weitgehend leer gefegt, die Belegung von Sporthallen oder Gemeinschaftsräumen ist für die Stadtverwaltung erst das allerletzte Mittel. Also ist es nicht verwunderlich, dass Bürgermeister Klaus Sidortschuk jetzt im Rat ankündigte, man „arbeite daran, richtig große Immobilien zu mieten“.

Um welche leer stehenden Geschäfts- oder Gewerbeflächen es sich dabei handelt, gibt die Stadt mit Rücksicht auf die ausstehenden Vertragsunterzeichnungen noch nicht preis. Sprecherin Nele Domin bestätigt aber, dass man zurzeit drei Immobilien im Fokus hat. Sie alle befinden sich in der Kernstadt und bieten jeweils Raum für deutlich mehr Menschen als die Sammelunterkunft auf dem alten Stadtwerkegelände. Dort sind gut 70 Menschen untergebracht. Die Einrichtung der neuen Sammelunterkünfte will die Stadt auch nicht allein stemmen, sondern dafür die Unterstützung einer Hilfsorganisation nutzen.

Sidortschuk sagte im Rat, dass die Mietverhandlungen „in einem Fall schon sehr weit sind“. Wenn die Verträge unterzeichnet seien, werde die Stadt die Nachbarn der neuen Sammelunterkunft zu einer Versammlung einladen. Solche Infoabende hatte es auch gegeben, als die Unterkunft sowie die Wohncontainer auf dem alten Stadtwerkegelände eingerichtet wurden.

Viel Zeit bleibt der Stadt für die Schaffung neuer Unterkünfte nicht. In die Container an der Manskestraße ziehen in der kommenden Woche sowie zwei Tage vor Heiligabend rund 60 Flüchtlinge ein. Auch die soeben fertiggestellte Notunterkunft an der Nordstraße werde noch in diesem Jahr voll belegt sein, sagte der Bürgermeister im Rat.

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