Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Flüchtlinge sind Thema beim Neujahrsempfang

Lehrte Flüchtlinge sind Thema beim Neujahrsempfang

Das Flüchtlingsthema bleibt die größte Herausforderung für die Stadt Lehrte - das hat Bürgermeister Klaus Sidortschuk gestern Abend beim Neujahrsempfang vor 350 Gästen erklärt. Auch die Zukunft des Krankenhauses sprach er an.

Voriger Artikel
Junge Kicker werden Freunde
Nächster Artikel
Bleckwenn tritt nicht mehr an

Bürgermeister Klaus Sidortschuk (rechts) begrüßt zum Neujahrsempfang jeden der 350 Gäste mit Handschlag.

Quelle: oswald-kipper

Lehrte. Bereits jetzt leben 820 Flüchtlinge in Lehrte, bis Ende März kommen weitere 405 dazu. Der Wohnungsmarkt sei nahezu ausgeschöpft, Sammelunterkünfte und Container wie an der Manske- und Nordstraße unausweichlich, sagte der Bürgermeister. Eine Belegung von Sporthallen möchte er unbedingt vermeiden - ausschließen könne er sie aber nicht: „Das zu versprechen wäre unredlich.“

Was die Zukunft des Lehrter Krankenhauses angeht, sprach Sidortschuk von einer „großen Verunsicherung“. Dennoch gebe es eine positive Entwicklung: „Die Frage lautet nach dem jetzigen Stand wohl nicht mehr, ob der Standort Lehrte erhalten wird, sondern wie er erhalten wird.“ Das sei entscheidend für die Zukunftsfähigkeit.

Positiv beurteilt Sidortschuk den Bau des Parkhauses, das im Sommer fertig werden soll. 355 Stellplätze, davon 233 Park-and-ride-Plätze, steigerten die Attraktivität der Einkaufsstadt Lehrte weiter. Der in Bau befindliche Wohnkomplex Quartier 16 in der Innenstadt und das Neubaugebiet Kirchlahe-Süd in Sievers-hausen befriedigten die Nachfrage nach modernem Wohnen. Dazu gehörten auch schnelle Internetverbindungen. „Nahezu alle weißen Flecken sind verschwunden oder werden in den kommenden Monaten verschwinden“, kündigte Sidortschuk an. Auch der Ausbau der Manskestraße, eine der beiden Nord-Süd-Achsen der Kernstadt, werde dieses Jahr abgeschlossen.

Im Bereich der Bildung hob der Bürgermeister hervor, dass die neue IGS-Oberstufe neben dem Gymnasium eine weitere Möglichkeit biete, in der Stadt das Abitur zu machen.

Zudem beschäftigen die Eisenbahnerstadt auch einige Bahnprojekte. Für die ehemalige Y-Trasse, jetzt Alpha-Variante E, forderte der Bürgermeister noch einmal „bestmöglichen Lärmschutz und akzeptable Lösungen für Bahnübergänge“. Ähnlich sei es beim geplanten Bau des Megahubs, der Containerumschlaganlage der Deutschen Bahn in Ahlten.

Beim Thema Windkraft hat sich Lehrte gegen die Region gestellt und statt der 800 Meter insgesamt 1000 Meter Abstand zur Wohnbebauung gefordert. Auch die von der Region vorgesehenen Vorrangflächen lehnt die Stadt ab, weil sie dort Wohnungen bauen will.

Von Oliver Kühn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Digitales Daumenkino: So wächst das Parkhaus

Das Parkhaus in Lehrte wächst zusehends. Woche für Woche macht HAZ-Redakteur Achim Gückel ein Foto des Baus aus derselben Perspektive. Daraus entsteht ein digitales Daumenkino.