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Flüchtlingsunterkunft erst im Dezember fertig

Lehrte Flüchtlingsunterkunft erst im Dezember fertig

Die neue Notunterkunft der Stadt Lehrte an der Nordstraße wird deutlich später fertig als geplant. Grund für die Verzögerung ist ein massiver Wasserschaden im Tiefparterre. Damit hat die Stadt ein enormes Problem bei der Unterbringung von Flüchtlingen, denn der Neubau sollte schon im Oktober für diesen Zweck genutzt werden.

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Sie sieht schon fast fertig aus: Aber Bewohner werden in die neue Notunterkunft der Stadt Lehrte wegen eines Wasserschadens erst im Dezember einziehen können.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Das große Malheur mit dem Wasser liegt schon mehrere Wochen zurück. Bei einem sogenannten Starkregen in einer Augustnacht wurde das Sockelgeschoss der künftigen Notunterkunft überflutet. Das Wasser schwappte durch eine Türöffnung des Rohbaus, drang in den frisch verlegten Estrich und in den Leichtbeton der Wände ein. Auch Elektroleitungen in den Wänden wurden in Mitleidenschaft gezogen. Das neue Gebäude war damit rund zwei Monate vor seiner geplanten Inbetriebnahme ein Fall für eine Teilsanierung. Noch im August wurde der durchweichte Estrich entfernt und durch neuen ersetzt. Ebenso war es bei einigen Elektroinstallationen. Auch die Wände mussten getrocknet werden.

Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk betonte am Dienstag, dass es sich bei dem Vorfall um einen „klassischen Bauschaden“ handele, den die Stadt als Versicherungsfall angemeldet hat. Er schloss aus, dass bei der Absicherung der Baustelle im August geschlampt wurde. Die Baufirma habe die notwendigen Sicherungsmaßnahmen für starke Regenfälle getroffen, aber das Gebäude sei im August noch nicht an die Entwässerung angeschlossen gewesen: Es hatte weder Dachrinnen noch Fallrohre.

Seit dieser Woche steht fest, dass sich die für die dritte Oktoberwoche geplante Inbetriebnahme der Unterkunft verzögert - und zwar bis in den Dezember. „Das trifft uns sehr empfindlich“, sagt Sidortschuk und spricht damit auf die problematische Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge an.

Im neuen Asyl an der Nordstraße sollten in diesem Herbst rund 55 Menschen unterkommen. Jetzt habe Lehrte bei den Wohnraumkapazitäten nur noch „einen Puffer für wenige Wochen“, sagt Sidortschuk. Die Stadt müsse sich den Wohnraum für Flüchtlinge nun „irgendwo anders herholen“. Dass etwa Sporthallen in Asylunterkünfte umgewandelt werden, drohe aber akut nicht.

Am liebsten hätte es die Stadt, wenn ihr Privatpersonen freien Wohnraum melden könnten. „Wir suchen weiterhin bezahlbare Wohnungen“, sagt Sidortschuk.

Von Achim Gückel

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