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Die eiserne Imme soll wieder dampfen

Lehrte Die eiserne Imme soll wieder dampfen

Sie ist der ganze Stolz der Freunde historischer Dampfmaschinen: Die Imme, eine 110 Jahre alte Dampfmaschine. Doch seit anderthalb Jahren steht das Lokomobil bereits in der Scheune – wegen eines Kesselschadens. Die Reparatur kostet etwa 31.000 Euro. Die Vereinsmitglieder hoffen auf Spenden.

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Zu dünne Kesselwände, marode Rohre und kaputte Nieten: Die Dampfimme soll repariert werden. Thorsten Kochanneck, Vereinschef der Freunde historischer Dampfmaschinen, hofft auf zahlreiche Spenden.

Quelle: Lisa Malecha

Immensen. „Sie ist das schönste und beste Stück im Stall“, sagt Vereinschef Thorsten Kochanneck, der ins Schwärmen gerät, sobald er anfängt von der Dampfimme zu sprechen: „Allein schon das Zischen, das Tuckern und das Surren der Maschine – das ist was ganz besonderes. Das kann man nicht mit dem Lärm eines normalen Motors vergleichen.“ Doch die alte Dame sei „dünnhäutig“ geworden - im wahrsten Sinne des Wortes: Die ursprünglich 10 Millimeter dicke Kesselwand ist an manchen Stellen nur noch 4,6 Millimeter dick. 

Doch da hört die Liste an Mängeln noch lange nicht auf: Am Stehkessel müssen ringsherum 15 Zentimeter Stahl entfernt und erneuert werden, der Langkessel muss geflickt, die Nieten erneuert und der gesamte Rohrsatz getauscht werden. „Würde man sie jetzt laufen lassen, könnte der Kessel explodieren – und zwar richtig“, sagt Kochanneck.

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Doch die Imme einfach in der Scheune stehen zu lassen, kommt für die Vereinsmitglieder trotz der hohen Reparaturkosten nicht in Frage. „In ganz Norddeutschland gibt es nur vier vergleichbare Lokomobile. Und nur eine davon ist funktionsfähig“, sagt der Vereinschef. Die Imme sei also eine Rarität, die unbedingt erhalten werden müsse. „Außerdem gibt es nichts schöneres, als sie vorzuführen“, sagt Kochanneck, der nun auf Spendenbereitschaft hofft. Immerhin habe es fast anderthalb Jahre gedauert, bis er endlich eine Firma gefunden hatte, die die alte Maschine reparieren darf – denn die Auflagen vom TÜV sind streng.

"Mit allen Untersuchungen wäre die Imme nach rund drei Monaten dann wieder Betriebsbereit, sofern wir das Geld zusammen kriegen", sagt der Vereinschef, der sich zuversichtlich zeigt: "Das muss zu schaffen sein und ist auch zu schaffen. Auch wenn es Jahre dauert." Weitere Informationen zur Dampfimme gibt es unter  fhf-immensen.de

Von Lisa Malecha

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