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Entwicklung: Dörfer sollen Verbund bilden

Lehrte Entwicklung: Dörfer sollen Verbund bilden

Immensen muss ein Dorfentwicklungskonzept bekommen. Das hat der Lehrter Rat im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) beschlossen. Doch für ein Dorf allein ist solch ein Vorhaben nicht mehr möglich. Nun möchte die Stadt ein Bündnis aus drei Dörfern schmieden – Immensen, Arpke und Sievershausen.

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Vor neun Jahren gewann Immensen noch den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Nun muss ein Entwicklungskonzept her.

Quelle: Achim Gückel

Immensen. In Immensen fehlt ein Nahversorger. Der Dorfkern droht zu veröden. Und der Durchgangsverkehr ist eine starke Belastung. Diesem Szenario wollen Lehrtes Politiker unbedingt entgegensteuern. Daher entschieden sie, Immensen müsse ein Dorfentwicklungskonzept bekommen. Das Vorhaben war dem Rat derart wichtig, dass er es im vergangenen Jahr sogar als eines der sogenannten Starterprojekte im ISEK festhielt. Schon in diesem Jahr sollte das Konzept für Immensen entstehen.

Doch daraus wird nichts. Zwar haben mittlerweile zwei Planungsbüros Angebote unterbreitet, ein Dorfentwicklungskonzept zu erarbeiten. Doch weil die Stadt Lehrte Mitte April wegen massiven Ausfällen bei der Gewerbesteuer eine Haushaltssperre verhängte, steht das Geld für das Konzept zurzeit nicht zur Verfügung.

Mehr noch: Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) hat mitgeteilt, dass ein Dorfentwicklungsplan nach neuesten Richtlinien nur noch für eine Dorfregion, also mehrere Orte gemeinsam, möglich ist.

Eine solche Dorfregion soll nun mit Immensen, Arpke und Sievershausen entstehen. Bereits am 22. Juni will der Rat diesen Verbund und den Förderantrag an das ArL absegnen. Vorher müssen auch die Ortsräte über die Angelegenheit reden. In Sievershausen geschieht das schon heute Abend ab 19 Uhr im Sportheim am Schmiedeweg.

Der Förderantrag würde sich auf das kommende Jahr beziehen. Dann ist vermutlich auch die Haushaltssperre der Stadt Vergangenheit. Das wäre Voraussetzung dafür, ein Planungsbüro mit der Aufstellung eines Dorfentwicklungsplans für den Drei-Dörfer-Verbund zu beauftragen. Dieser würde nach Schätzung der Verwaltung zwischen 60 000 und 80 000 Euro kosten. 75 Prozent davon würde das ArL zahlen, wenn es den Antrag aus Lehrte abnickt.

Welche konkreten Maßnahmen dann aus dem Dorfentwicklungskonzept für Immensen, Arpke und Sievershausen erwachsen, steht indes in den Sternen. Erst das Konzept würde darüber Klarheit bringen.

Konzept auch für vier Nord-Dörfer?

Was Immensen, Arpke und Sievershausen jetzt möglicherweise vormachen, könnte auch ein Konzept für die vier Dörfer in Lehrtes Norden werden. Die Verwaltung regt an, dass auch Aligse, Kolshorn, Röddensen und Steinwedel sich zu einem Verbund für die Dorfentwicklung zusammenschließen könnten. Das könne aber frühestens in zwei bis drei Jahren geschehen, heißt es.

Für die zwei größten Lehrter Ortsteile, Ahlten und Hämelerwald besteht indes keine Aussicht auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm. Beide sind zu groß und nach Ansicht des Amts für regionale Landesentwicklung zu städtisch geprägt. Für Hämelerwald und Ahlten können daher nur geprüft werden, ob für einzelne Maßnahmen Geld aus dem Städtebauföderprogramm fließen könnte.

Von Achim Gückel

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