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Gärtnerei durch Hagelschäden in Existenznot

Nach Sturm in Arpke Gärtnerei durch Hagelschäden in Existenznot

Siegfried Müller, Inhaber der Gärtnerei Arkadia in Arpke, fürchtet um die Existenz seines Betriebes. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden durch den verheerenden Hagelsturm rund eine Million Euro. Müller braucht dringend Unterstützung.

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Siegfried Müller steht im wahrsten Sinne des Wortes vor einem großen Scherbenhaufen.

Quelle: Marion Brunnecker

Lehrte. Ob eine Million Euro zur Deckung des gesamten Schadens reichen wird, kann Müller noch nicht sagen. Denn 7000 Quadratmeter Glasdächer, die gesamte Technik, Lampen, Strom- und Wasserleitungen: Der Hagelsturm hat nichts verschont. Gebäude und Waren sind zwar versichert, ebenso wie eine Betriebsunterbrechung. Aber ob die Versicherung in vollem Umfang dafür aufkommt, steht noch nicht fest. „Das habe ich mir auch nicht vorstellen können, dass der Betrieb wegen eines Hagelsturms Totalschaden erleidet und ich weder Ware verkaufen noch Pflanzen überhaupt produzieren kann“, sagt der Arkadia-Chef.

Schwere Unwetter haben Sehnde getroffen.Matthias Theophil deckt sein zerstörtes Auto in der Waldstraße ab.

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Weil er dringend Unterstützung benötigt, nutzt Müller jetzt seine Kontakte. Er hat an einen großen Verteilerkreis, zu dem auch Berufskollegen gehören, eine Rundmail verschickt, in der er über die massiven Schäden in seiner Gärtnerei informiert.Darin macht er kein Hehl daraus, dass er um die Existenz seines Betriebs bangt, zumal es im Frühjahr durch die langanhaltende Kälte in seiner Branche einen massiven Umsatzeinbruch gegeben hat, den auch Arkadia verkraften muss. Nun kommen weitere erhebliche Umsatzverluste auf Müller zu, der nach dem Unwetter nicht mehr viel Ware zum Verkauf anbieten kann.

Rückblick: Ein Unwetter hat in der Region Hannover Ende Juli schwere Schäden angerichtet. Besonders schlimm betroffen waren Lehrte und Sehnde.

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Aktive Hilfe vor Ort ist zurzeit aus Sicherheitsgründen allerdings nicht möglich, denn jeden Moment können zerborstene Glasstücke herunterfallen und zu Verletzungen führen. „Es würde uns aber sehr helfen, wenn so viele Leute wie möglich über unsere schwierige Situation informiert werden und uns unsere noch verkaufsfähige Ware abnehmen“, sagt Müller. Auch Bestellungen über den Arkadia-Online-Shop, der weiter funktioniere, könnten helfen.

All das würde dazu beitragen, den Schaden zu minimieren. Der Verkauf zu Schnäppchenpreisen in einem Zelt neben dem Eingang hat am Dienstag begonnen.

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Arpke
Das Glasdach und die Schattengewebe der Gärtnerei Arkadia hat der Hagelsturm größtenteils zerstört.

Der Hagelsturm vom Sonnabendnachmittag hat in vielen Dörfern einen immensen Schaden hinterlassen. Am Schlimmsten hat es wohl die Gärtnerei Arkadia in Arpke getroffen. Inhaber Siegfried Müller steht vor dem sprichwörtlichen Scherbenhaufen - gibt aber nicht auf.

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