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Gartenfreunde lernen korrekten Sommerschnitt

Lehrte Gartenfreunde lernen korrekten Sommerschnitt

Kirschbäume schneidet man am besten während der Ernte. Das haben rund 30 Gartenbesitzer am Sonnabend in Arpke erfahren. Fachberater Ingo Rodemann führte auf Einladung der Siedlergemeinschaft den korrekten Sommerschnitt für Bäume und Sträucher vor. Der Experte hatte zudem viele Tipps rund um Rosen parat.

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Lehrstunde am Blumenbeet: Fachberater Ingo Rodemann (links) erklärt, wie man Rosen richtig schneidet.

Quelle: Katja Eggers

Arpke. Rodemann rückte dem kleinen Sauerkirschbaum im Garten von Otto Burgdorf konsequent mit der Schere zu Leibe. "Schneiden Sie nicht zu zimperlich, der treibt wieder aus", sagte Rodemann, als Ast für Ast auf den Rasen fiel und die Zuhörer noch etwas skeptisch guckten.

"So sieht der Baum gut aus - da hängen nächstes Jahr garantiert richtig dicke, gesunde Kirschen dran und nicht so mickrige Knicker wie diesmal", betonte Rodemann nach dem Schnitt.

Viele seiner Zuhörer staunten zudem nicht schlecht, als der Experte ihnen erklärte, dass die beste Zeit für den Kirschbaumschnitt während der Ernte ist. "Aber machen Sie bloß nicht den Fehler und klettern zum Pflücken in den Baum rein", betonte Rodemann. Viel einfacher sei es, die Zweige abzuschneiden, zu Boden fallen zu lassen und dann dort abzuernten. "Dazu können Sie sich auch schön in den Schatten setzen", schlug Rodemann vor.

Gartenbesitzer Leif Weinel nahm den Tipp dankbar an. "Dass man den Kirschbaum nicht im Frühjahr schneidet, sondern bei der Ernte und sich das Ernten auch noch so erleichtern kann, ist für mich völlig neu", gestand der Arpker.

Für Susanne Borchardt war diese Erkenntnis hingegen nicht neu. Die Arpkerin ist der Einladung der Siedlergemeinschaft zum Expertenvortrag im Garten schon öfter gefolgt. "Schneiden statt pflücken - der Tipp ist wunderbar, das habe ich zu Hause schon umgesetzt", sagte sie fröhlich.

Bei den Informationen rund um die Rosen spitzte sie diesmal umso mehr die Ohren. Rodemann erläuterte auch hier das richtige Schneiden und ging zudem auf Schädlinge wie den "Rosenbohrer" und Krankheiten wie  den so genannten Rosenrost ein. Beim Abschneiden von betroffenen Blättern, Ästen und Blüten sei es wichtig, die Gartenschere immer wieder zu desinfizieren. "Sonst übertragen Sie die Krankheiten von einer Pflanze auf die nächste", sagte er und bearbeitete die Schere mit einem zuvor in Brennspiritus getauchten Pinsel.

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Von Katja Eggers

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