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Gebühren im Parkhaus wohl höher als geplant

Lehrte Gebühren im Parkhaus wohl höher als geplant

Die künftigen Gebühren im neuen Parkhaus dürften endgültig feststehen. Die erste Stunde soll kostenfrei bleiben, aber danach und für P+R-Plätze muss doppelt so viel gezahlt werden, wie bei den ersten Planungen kalkuliert worden war.

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Die erste Stunde im Parkhaus soll kostenfrei bleiben.

Quelle: Milena Vorbrodt

Lehrte. Voraussichtlich ab Mai soll das neue Parkhaus am Bahnhof benutzt werden können. Darin wird es nicht nur heller als in dem alten sein, sondern die Stellplätze sind auch größer und die sogenannte Schrägaufstellung der Autos erleichtert das Ein- und Ausparken. Allerdings müssen sich die Lehrter auch an eine weniger angenehme Neuerung gewöhnen: Zum ersten Mal muss in Lehrte für das Parken Geld bezahlt werden.

Bürgermeister Klaus Sidortschuk hat dem Rat jetzt eine Gebührenordnung vorgelegt. Die dem Aufsichtsrat der Parkhausgesellschaft angehörenden Ratsmitglieder sollen danach angewiesen werden, die vorgeschlagenen Sätze zu beschließen. Sie sehen nach Ablauf der ersten kostenlosen 60 Minuten eine Gebühr von einem Euro pro Stunde vor. Ein reservierter P+R-Platz soll 20 Euro pro Monat kosten. Beide Positionen waren ursprünglich nur halb so teuer vorgesehen.

Geringer ist der Anstieg bei den Dauerparkplätzen. Sie sollten zunächst 40 Euro pro Monat kosten und sind jetzt mit 55 Euro veranschlagt. Diese Zahl hatte Parkhausgesellschaft-Geschäftsführer Frank Werdebe bereits im August 2015 genannt, ebenso den einen Euro pro Stunde. Der P+R-Tarif bezifferte er damals aber noch auf 15 Euro pro Monat.

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung gewährleisten die kostenfreie erste Stunde und „die sehr geringe Gebühr“ danach, dass das neue Parkhaus für Kurzzeitparker attraktiver ist als die in den umliegenden Straßen mit Parkscheibe eine Stunde nutzbaren Stellplätze.

Dass in Lehrte überhaupt Parkgebühren eingeführt werden, hängt nicht nur mit den Baukosten von 6,5 Millionen Euro für das sechsstöckige Gebäude zusammen. Die voraussehbaren Verluste der Parkhausgesellschaft sollen vielmehr die Steuerpflicht der gewinnträchtigen Stadtwerke mindern. Dafür sind jedoch rechtlich gewisse Mindesteinnahmen des Parkhauses Voraussetzung. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind die jetzt vorgeschlagenen Sätze mit dem Finanzamt abgesprochen.

Land gibt Millionen dazu

Nicht nur mit dem Finanzamt muss Lehrte seine Pläne für das neue Parkhaus abstimmen. Auch die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) muss ihren Segen geben, damit Zuschüsse in beträchtlicher Höhe für das 6,5-Millionen-Projekt fließen können. Die gibt es für die gut 230 P+R-Stellplätze. Zurzeit warte die Behörde zwar noch auf einen maßstabsgetreuen Lageplan, erklärt LNVG-Pressesprecher Rainer Peters. Aber man stehe „kurz vor einer positiven Entscheidung“. Es gebe allerdings nicht für alle 230 Plätze die Höchstförderung von 75 Prozent der Bau- und Planungskosten, weil ein großer Teil schon in dem alten Parkhaus vorhanden gewesen sei und nur wieder hergerichtet werde. Trotzdem könne Lehrte mit einem Zuschuss von etwa 1,1 Millionen Euro rechnen, kündigt Peters an.

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