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Geistig Behinderte schließen Ausbildung ab

Lehrte Geistig Behinderte schließen Ausbildung ab

Dafür haben sie zwei Jahre lang gelernt: Am Freitag erhielten Bewohner des Adolphshofes ihre Zeugnisse. Sie hatten sich in der sozialtherapeutischen Einrichtung ausbilden lassen, in den künstlerischen Werkstätten, in der Gärternei, in der Tischlerei oder in den Küche.

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Christian Schnell hat in seiner Ausbildung einen Holzsessel getischlert.
Schütz

Quelle: Michael Schütz

Hämelerwald. Man kann ihn eigentlich immer spüren - den Stolz junger Menschen, wenn sie am Ende ihrer Ausbildungsjahre das Zeugnis in den Händen halten. So ein bisschen wie bei einer Gesellenfeier ging es auch am Freitagnachmittag im Saal der Sozial­therapie auf dem Adolphshof zu. Die Bewohner Holger Behrend, Kilian Kohlmetz, Skrolan Brandes, Christian Schnell und Daniel Krautwald stellten dort ihre Ausbildungsgänge vor und bekamen ein Zeugnis und eine Urkunde. Viele Angehörige waren dafür auf den Demeterhof südlich von Hämelerwald gekommen.

„Natürlich handelt es sich nicht um eine von der IHK anerkannte Ausbildung“, erklärte Frank Fischer vom Sozialen Dienst der Einrichtung. Die geistig behinderten Menschen durchliefen eine zweijährige, vom Arbeitsamt finanzierte Ausbildung, zum Beispiel in der Tischlerwerkstatt oder der künstlerischen Werkstatt der Sozialtherapie. Zusätzlich habe es Möglichkeiten für Praktika in einer Gärtnerei, in der Küche eines Altenheims und auf dem Adolphshof gegeben, berichtete Fischer. In der hauseigenen Tischlerei werde die Lehre von Meistern mit zusätzlicher sozialpädagogischer Ausbildung geleitet. „Das gemeinsame Arbeiten hilft den Auszubildenden ebenso wie den Altgesellen“, bezog er die ausgelernten Bewohner mit ein. Dadurch müssten diese sich weiter mit dem Stoff befasse. „So merken sie, dass das Lernen nie aufhört.“

von Michael Schütz

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