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Gelebte Tradition im Schein der Fackeln

Lehrte Gelebte Tradition im Schein der Fackeln

Fackelschein, Ehrungen und viel Musik: Mit seiner einzigartigen Stimmung hat der Große Zapfenstreich der Lehrter Schützen am Donnerstagabend einmal mehr Hunderte Zuschauer ins Stadion am Pfingstanger gelockt.

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Stimmungsvoll: Zum Ende des Zapfenstreichs ist das Stadion nur noch vom Schein der Fackeln und vom blauen Licht des Lehrter Wasserturms erleuchtet.Eggers (5)

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Die Lehrter lieben ihren Zapfenstreich. Die stimmungsvolle Zeremonie, mit der stets das Schützenfest eröffnet wird, hat auch in diesem Jahr wieder für volle Ränge im Stadion gesorgt. Als die Bürgerschützen und das Schützen-Corps mit Musik und dem zuvor am Rathaus abgeholten Ratsmitgliedern am Abend dort einmarschierten, saßen die Besucher dicht an dicht und zückten eifrig Handykameras und Fotoapparate.

Was sich den Zuschauern bot, war eine Zeremonie, die im Ablauf bis ins Kleinste bestimmten Regeln folgt und bei der jeder Teilnehmer genau weiß, wo sein Platz ist. Ob Aufstellung auf dem Rasen, feierlicher Auftakt mit Jagdhornbläsern, umjubelte Proklamation der Könige oder stimmungsvoller Zapfenstreich mit Gebet und Singen der Nationalhymne: Keine andere Veranstaltung spiegelt beim Schützenfest wohl so geballt das Schützenwesen und seine Tradition wider.

Bürgermeister Klaus Sidortschuk betonte in seiner Eröffnungsrede, dass das Schützenfest das größte Fest und zudem einer der Höhepunkte des Jahres in Lehrte sei. „Es kann nur gelingen, weil beide großen Schützenvereine so gut und eng zusammenarbeiten“, sagte Sidortschuk. Sein besonderer Dank richtete sich daher an die vielen fleißigen Helfer. Das Stadtoberhaupt freute sich zudem, dass am Zapfenstreich nicht nur Ratsmitglieder aus der Kernstadt, sondern auch aus den Ortsteilen teilnahmen. Die Lokalpolitiker standen im Stadion neben den Schützen.

Wie es der Brauch verlangt, legten nach der Eröffnungsrede zunächst die scheidenden Könige ihre Insignien ab und unter großem Jubel des Publikums die neuen Majestäten die Ketten an.

Beim anschließenden Zapfenstreich stand dann insbesondere die Musik im Vordergrund. Die Spielmannszüge der Lehrter Schützen wurden wie schon in den vergangenen Jahren erneut vom Calenberger Blasorchester unterstützt. Als sich die Zuschauer zum Singen der Nationalhymne im Schein der Fackeln und des blauen Lichts des Wasserturms von ihren Plätzen erhoben, tauchte für eine kurze Zeit sogar der Vollmond hinter den Wolken auf und rundete die ohnehin schon stimmungsvolle Kulisse perfekt ab. Viele Zuschauer zeigten sich ergriffen. „Die Stimmung beim Zapfenstreich ist immer wunderbar, wir sind jedes Jahr dabei - vor allem auch wegen der schönen Musik“, sagte etwa Bärbel Bleckwenn aus Immensen.

Von Katja Egger

Bürgerschützen haben die Nase vorn

Ehrungen über Ehrungen: Nach der Proklamation der neuen Majestäten beim großen Zapfenstreich im Stadion haben Lehrtes Schützen im Zelt zu später Stunde auch noch die Sieger ihrer vielen Scheibenwettbewerbe ausgezeichnet.

Bei den vereinsübergreifenden Wettbewerben hatten Bürgerschützen und Schützen-Corps diesmal auf der Schießsportanlage der Bürgerschützen angelegt. Der Heimvorteil zahlte sich prompt aus: In sechs Wettbewerben stellten die Bürgerschützen fünfmal die Erstplatzierten – Valentina Münzer ist die Beste auf der Stadtscheibe der Damen. Reinhard Köln holte die Bürgermeisterscheibe der Herren. Hartmut Hasberg sicherte sich die Collegiumsscheibe Freihand und Carola Stiegemann die Collegiumsscheibe Auflage. Beim Schießen auf die Bürgermeisterscheibe der Damen siegten mit Doris Schmidt, Maria Kleinert und Yvonne Westphal in einer Disziplin sogar gleich drei Bürgerschützinnen.

Vom Schützen-Corps schoss Jörg Saffe am besten und ergatterte die Stadtscheibe der Herren. Corps-Mitglied Oliver Barkus landete in dem Wettbewerb auf Platz drei. Mit Anke Wegner (Stadtscheibe Damen), Björn Kuhlmann (Bürgermeisterscheibe Herren) und Björn Pitzschel (Collegiumsscheibe Auflage) landeten bei den Scheibenwettbewerben drei Corps-Schützen auf dem jeweils zweiten Platz.

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Von Katja Eggers

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