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Gnadenfrist für den Gnadenhof

Arpke Gnadenfrist für den Gnadenhof

Der Pferdegnadenhof Arche bei Arpke kämpft weiterhin ums Überleben. Betreiberin Marion Korroch fehlt noch immer viel Geld, um das rund 2,2 Hektar große Hofgelände zu kaufen. Aber immerhin gibt es nun eine Gnadenfrist: Die Besitzerin der Fläche hat den Pachtvertrag um ein Jahr verlängert.

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Ein Asyl für alte, kranke und von ihren früheren Besitzern vernachlässigte Pferde und Ponys: Im Pferdegnadenhof bei Arpke leben zurzeit 36 Tiere.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Die Nachricht von der Pachtverlängerung ist für Marion Korroch wie ein Sechser im Lotto. Nun hat sie noch ein Jahr lang Zeit, um das Geld für den Ankauf des Geländes zusammenzukratzen. 10.000 Euro habe sie bereits, sagt sie, knapp 40 000 Euro brauche sie noch. Gelinge es nicht, diese Summe aufzubringen, müsse der Gnadenhof wohl dichtmachen. „Einen weiteren Umzug schaffe ich nicht mehr“, sagt die gesundheitlich angeschlagene Korroch.

2005 hatte der Pferdegnadenhof sein früheres Domizil am Arpker Ortsrand verlassen. Für das seinerzeit bezogene, abgelegene Gelände auf der Nordseite der Bahntrasse hatte Korroch ein Vorkaufsrecht erwirkt, das nach dem Ende des auf zehn Jahre abgeschlossenen Pachtvertrags wirksam werden sollte - also in diesem Oktober.

Doch das Geld für den Ankauf bekam Korroch nicht zusammen. Wegen der laufenden Kosten für den Betrieb des Hofs, für Futter und Tierarztrechnungen habe sie keine ausreichenden Rücklagen schaffen können, sagt sie. Und schließlich sei sie vor rund anderthalb Jahren schwer erkrankt und habe sich nicht mehr genug um Spenden kümmern können.

Einen Kredit für den Gnadenhof zu bekommen, sei auch nicht möglich. Jetzt wünscht sich Korroch, dass möglichst viele Tierfreunde der Arche finanziell weiterhelfen. Der Gnadenhof sei zwar „nur ein Hobby“, aber es hänge für sie und für viele Helfer „viel Leben“ daran.

Dass es eine befristete Verlängerung des Pachtvertrags geben könnte, hatte der Sohn der Grundstückseigentümerin schon vor mehreren Wochen versichert. Man sei stets gesprächsbereit gewesen, wolle gleichwohl aber das Gelände auf lange Sicht verkaufen, betonte er. Korroch war nach eigenen Angaben stets davon ausgegangen, schon im Oktober das Gelände verlassen zu müssen - und hatte unter anderem in Einladungen zum Tag der offenen Tür im Gnadenhof dramatische Hilfeaufrufe verfasst.

Der Tag der offenen Tür am Sonntag, 6. September, dauert von 11 bis 18 Uhr. Es gibt dabei auch Aktionen für Kinder. Die Arche ist von der L 412 zwischen Arpke und Immensen aus zu erreichen.

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