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Goethestraße: Politiker folgen Willen der Bürger

Goethestraße: Politiker folgen Willen der Bürger

Der westliche Abschnitt der Goethestraße in Lehrte soll in einer kostengünstigen Minimal-Variante ausgebaut werden: Dafür haben sich die Politiker im Bauausschuss am Montagabend einmütig ausgesprochen.

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Der westliche Abschnitt der Goethestraße ist marode, in diesem Jahr noch soll er saniert werden - allerdings nur in einer Sparvariante.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Ein sieben Meter breites, schlichtes Asphaltband mit Parkmöglichkeit an beiden Rändern sowie ein ein Meter breiter sogenannter Schutzstreifen und ein separater Gehweg auf der Südseite: So soll der Abschnitt der Goethestraße westlich der Köthenwaldstraße nach der Sanierung aussehen. Keine Einstellplätze für Autos, keine zwei Gehwege, keine Besonderheiten - all diese ursprünglichen Vorschläge für den Umbau hatten die meisten Anwohner schon in einer Versammlung im November abgelehnt. Jetzt taten das auch die Politiker im Bauausschuss.

Der Vorteil für die Anlieger liegt auf der Hand. Der Ausbau nach klassischem Standard hätte 650.000 Euro gekostet, ursprünglich war sogar von 800.000 Euro die Rede gewesen. Der Minimalstandard schlägt mit 550.000 Euro zu Buche. Die 36 Anlieger müssen laut Beitragssatzung anteilig etwa drei Viertel der Kosten zahlen. Mancher von ihnen hatte angesichts der auf ihn zukommenden Kosten im fünfstelligen Bereich aufgestöhnt. Auch von Existenzbedrohung in einzelnen Fällen ist die Rede gewesen.

Die neue Straße soll nun an der Nordseite des zurzeit mit 14 Meter außergewöhnlich breiten Straßenzugs, der als Sackgasse endet, verlaufen. An dessen Südseite bleibt nach dem Ausbau ein Geländestreifen übrig. Diesen werden die jeweiligen Anlieger der Stadt abkaufen - für 10 Euro pro Quadratmeter. Diesen Deal hatte die Stadt als Bedingung für den Ausbau in Minimalvariante ins Feld geführt. Alle Anlieger der Südseite stimmten zu.

André Tepper (SPD) zeigte sich im Ausschuss verwundert über die seit November deutlich gesunkenen Kosten, speziell für den hochwertigen Ausbau. Wie es dazu kam, blieb unklar. Anwohner, die die Ausschusssitzung verfolgten, zeigten sich nach dem Votum der Politiker sehr zufrieden und spendeten leisen Applaus. Sie hatten zuvor noch einmal ihre Zweifel daran geäußert, dass die westliche Goethestraße separat ausgewiesene Parkplätze brauche. Es gebe keinen besonders hohen Parkdruck. Auch einen sogenannten Rundbord zwischen Fahrbahn und seitlicher Schutzfläche brauche man nicht. Das seitliche Pflaster in Rot abzusetzen reiche vollkommen aus. Auch das soll nun geprüft werden.

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