Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Goldparmäne und Gloster kommen frisch vom Baum

Ahlten Goldparmäne und Gloster kommen frisch vom Baum

Sie heißen Goldparmäne, Gloster und Celler Dickstiel und sind allesamt alte Apfelsorten, die vom professionellen Obstbau heute nicht mehr angeboten werden. Karsten Poschadel erntet sie derzeit auf seiner außergewöhnlichen Streuobstwiese in Ahlten.

Voriger Artikel
Diebe stehlen 200 Reifen aus Sattelzug
Nächster Artikel
Sattelzug ramponiert Vorgärten

Der Baum hängt voll: Karsten Poschadel pfückt auf seiner Streuobstwiese Äpfel der Sorte Gloster.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Neben seiner Firma Spielzeugwelt an der Raiffeisenstraße hängen derzeit die Bäume voll. Poschadel hat sie vor 27 Jahren angepflanzt, als auf dem Grundstück die Halle der Spielzeugwelt gebaut wurde. Seit 2005 erntet er dort nun jährlich mehrere Hundert Kilo Äpfel von 15 verschiedenen alten Sorten.

Als aktivem Naturschützer geht es dem Ahltener allerdings weniger darum, das Obst gewinnbringend zu verkaufen. „Ich möchte vor allem die alten Obstsorten erhalten“, sagt Poschadel, der beim BUND die Arbeitsgruppe Naturschutz leitet und mit dieser seit 25 Jahren die Höverschen Kippen pflegt.

Auf der Streuobstwiese hat der Ahltener derzeit alle Hände voll zu tun. Denn die Äpfel hängen hoch oben im Baum und nicht etwa auf Augenhöhe, wie sie es zumeist in heutigen Apfelplantagen tun.

In den sogenannten Hochstämmen der Ahltener Apfelbäume leben zudem viele Tiere, unter anderem Fledermäuse. Die Bäume ziehen auch Schmetterlinge, Käfer und Bienen an. „Und unter den Bäumen wachsen schon mal Schlüsselblumen und andere selten Pflanzen“, sagt Poschadel zufrieden.

Die Äpfel von der Streuobstwiese landen direkt in Kisten an der Straße zum Verkauf. „Natürlich ungespritzt und unbehandelt“, betont Poschadel.

von Katja Eggers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Digitales Daumenkino: So wächst das Parkhaus

Das Parkhaus in Lehrte wächst zusehends. Woche für Woche macht HAZ-Redakteur Achim Gückel ein Foto des Baus aus derselben Perspektive. Daraus entsteht ein digitales Daumenkino.