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Goldrausch gibt es nicht nur am Yukon

Arpke Goldrausch gibt es nicht nur am Yukon

„Es ist cool, was und wie viel hier angeboten wird. Wir haben unseren Kindern schon gesagt: Seid nicht traurig, wenn ihr nicht alles schafft.“ Ole Glöckner aus Berlin, seine Frau und zwei Kinder gehören zu den 150 Campern im Sommerlager für Familien der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde.

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Nicht nur bei Linnea (7) und Sina (7) stehen die Holzpferde vor dem Westernstore hoch im Kurs.

Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. Seit zehn Jahren können dort auch Familien mit wenig Geld in der Haushaltskasse dank zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter gemeinsam Action und Abenteuer erleben, neue Kontakte knüpfen, aber auch Ruhe finden und einfach mal die Seele baumeln lassen. Entsprechende Camps für Kinder gibt es laut Campleiter Sandy Böhme bereits seit 20 Jahren. Und die Mundpropaganda ist so erfolgreich, dass die Plätze in der Regel ruckzuck ausgebucht sind.

In diesem Jahr lautet das Oberthema Goldrausch. Passend zur Geschichte vom Geschwisterpaar Bonny und Bo Nanza, das von dem zwielichtigen Mr. Scooby eine Goldmine erwirbt, haben die Mitarbeiter eine detailverliebte Landschaft mit hohem Spielwert aufgebaut. Zwischen Saloon, Store und Goldmine verbergen sich Sandkasten, Kletterwand und Basketballplatz, ja sogar eine Goldwaschanlage mit drei Etagen. Dazu gibt es gemeinsames Singen, Spiele und Kreativangebote für Groß und Klein, Reiten und Quadfahren, Bullriding und Soccercourt, Karussell und Theater.

Auch der Kopf kommt nicht zu kurz bei einer Beschäftigung mit den Themen wie Neid, Sehnsucht und Besitz. Sogar einen Workshop zum Thema Resilienz, also psychische Widerstandsfähigkeit, hatte Böhme organisiert: „Wir wollen Familien starkmachen und nicht so viel über unseren Glauben reden, sondern ihn in Gemeinschaft leben.“

Glöckners siebenjähriger Tochter Linnea haben es ebenso wie Sina, der Tochter von Betreuer Tobias Wittek, die hölzernen Pferde in der Goldgräberstadt angetan. „Schon morgens direkt nach dem Aufstehen gucken sie nach ihnen“, sagt Wittek. Er selbst ist vom Teilnehmer zu einem der 25 Betreuer geworden, weil „ich nicht nur auf der faulen Haut liegen wollte“.

Von Sandra Köhler

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