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Matthäus-Kita feiert 50-jähriges Bestehen

Lehrte Matthäus-Kita feiert 50-jähriges Bestehen

Schokokusswettessen, Schatzsuche und ein neuer Sonnenschirm - die Matthäus-Kita hat am Sonnabend ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert. 1966 wurde die einzige evangelische Kita in der Kernstadt gegründet. Seitdem ist noch eine Krippe dazugekommen, sodass heute 98 Kinder zwischen einem und sechs Jahren betreut werden.

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Krippenkind Lara (2) tritt beim Schokokussessen gegen Mama Doreen Skibba an. Christin Götting (links) überwacht den Contest.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Viele Spiele von Kindergeburtstagen bekannte Spiele lockten die jüngeren Besucher der Party an. Das zweijährige Krippenkind Lara trat am Sonnabend beim Schokokussessen gegen ihre Mama Doreen Skibba an und schlug diese natürlich - auch weil sie den kleineren Schokokuss zu bewältigen hatte.

Es ließen sich auch Ehemalige nicht nehmen, in die Goethestraße zu kommen. Aus der frühen Generation entstammte Oliver Jäckel. Der 54-jährige Lehrter kam im Gründungsjahr 1966 in die Einrichtung. „Bis dahin war ich von meiner Großmutter betreut worden“, sagte der heutige Polizist. Die sei aber 1966 gestorben, sodass er in die Kita kam. Er erinnerte sich noch gern an die Matschtage, die es damals gegeben hatte. „Mit Gartenschläuchen wurde ein Teil des Geländes gewässert und wir gingen dann in Unterhose dort hinein.“ Die Kita verbindet heute sozusagen seine Familie, denn seine beiden Töchter waren auch in der Goethestraße und seine Ehefrau Astrid ist heute die stellvertretende Leiterin.

Der Kindergarten suchte an diesem Tag in einem Wettbewerb das älteste Kindergartenkind. Am Ende gewann Astrid Stolze und Oliver Jäckel. Beide bekamen als Geschenk eine Geburtstagstorte überreicht.

Kitaleiterin Heike Borges-Duschek konnte sich ebenfalls über ein Geschenk freuen, denn die Matthäus-Stiftung und die Eltern haben, mit einigen Sponsoren, einen neuen Sonnenschirm in Betrieb genommen. Die Neuanschaffung im Wert von 3500 Euro soll die Kinder beim Spielen im Freien beschatten, wie Klaus-Dieter Urban von der Stiftung betonte.

Aber nicht alles fand trotz Sommerwetters im Freien statt: Im Gemeindezentrum neben dem Kindergarten hatte Achim Fuchs-Bortfeldt seine Puppenbühne aufgestellt. Dort erzählte und spielte er den Kindern und den Erwachsenen Geschichten wie „Arthur und die grässlich grüne Pudelmütze“ vor.

Vertrauen zu Flüchtlingen aufbauen

Die Kita in der Goethestraße betreut Kinder in altersgemischten Gruppen. „Das Einzugsgebiet bringt es mit sich, dass wir auch viele Migrantenkinder hier haben“, sagte Leiterin Heike Borges-Duschek. In letzter Zeit sind auch noch einige Flüchtlingskinder dazu gekommen. Gerade bei den Eltern helfe es, wenn Dolmetscher frühzeitig dabei seien, sagte sie. Für sozialpädagogische Arbeit bis in die Familien hinein, hat die Gemeinde bei einer Mitarbeiterin jetzt eigens die Stundenzahl erhöht. Damit werden etwa Hausbesuche möglich oder die Begleitung zu Ämtern oder Ärzten. „Wir wollen das Vertrauen, das uns die Eltern hier entgegen bringen, stärken“, sagt Borges-Duschek. Bei den Kindern sei das weniger problematisch. Sie kämen mit der neuen Situation schnell klar und lernten zügig Deutsch.

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Von Michael Schütz

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