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Grüne kritisieren Kahlschlag heftig

Lehrte Grüne kritisieren Kahlschlag heftig

Der Ärger über die Abholzungen auf einem rund 7000 Quadratmeter großen Grundstück südlich des alten Lehrter Dorfs hält an. Jetzt hat sich der Chef der Grünen-Ratsfraktion, Ronald Schütz, zu Wort gemeldet und die Aktion scharf kritisiert.

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Auf dem Grundstück in Ahlborns Busch in der Gemarkung Lehrte sind Bäume gefällt und Mulden verfüllt worden.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. „Eine Nutzung des Grundstücks in Verbindung mit einem Vereinsheim ist kategorisch abzulehnen“, schreibt Schütz in einer Pressemitteilung. Dass das Gelände nun von einem Modellautoclub genutzt werden soll, sei „nicht hinnehmbar“, meint der Chef der Ratsfraktion, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Umweltschutz und Landschaftspflege ist.

Die umstrittene Fläche ist vielen Lehrtern als Ahlborns Busch bekannt. Dort steht ein schon lange unbewohntes Gebäude. Das Grundstück ist viele Jahre lang verwildert und überwuchert und damit zu einem Rückzugsgebiet für Tiere geworden, meinen Vertreter von Hegering und Realverband. In den Mulden, die einst durch den Tonabbau entstanden, lebten Frösche, Molche und Lurche.

Nun hat die Interessengemeinschaft Expo Racer das Grundstück gepachtet, welches mittlerweile der Harkenstedt II GmbH gehört. Der zehn Erwachsene und acht Kinder zählende Club will dort einen Parcours für ferngesteuerte Modellautos bauen. Dafür wurden etliche Bäume und Büsche gefällt und Mulden verfüllt. Das sei nicht illegal, sagte ein Sprecher der Expo Racer unlängst. Es gebe für das Privatgrundstück auch keine Naturschutzauflagen. Bisher gehen die Clubmitglieder auf dem früheren Expogelände bei Laatzen ihrem Hobby nach.

Schütz sieht das anders. Das Grundstück sei verkauft worden, um die Abstandsregelungen für zwei neue Windräder zu verbessern, sodass es niemand mehr nutzen könne, schreibt er. Mithin gehe es also darum, das Gelände „vollständig der Natur zurückzugeben“. Schütz fürchtet nun eine „Verlärmung“ des Geländes durch die Modellautos, was Wildtiere stören könnte. Außerdem sei das Grundstück nur über landwirtschaftliche Wege erreichbar, die für den allgemeinen Verkehr gesperrt sind. Die Mitglieder des Modellautoclubs könnten es also nicht legal erreichen. Das Verfüllen der Gruben ist laut Schütz ein „Vernichten von Biotopen für Amphibien“.

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