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Schüler schmieden, mahlen und töpfern

Lehrte Schüler schmieden, mahlen und töpfern

Schmieden, ackern, Mammuts jagen: Während einer Projektwoche im Naturfreundehaus in Grafhorn haben 145 Mädchen und Jungen der Grundschule Hämelerwald den Alltag von Menschen der Urzeit nachempfunden.

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"Ihr seid jetzt mal die ersten Menschen und habt vor 2,5 Millionen Jahren gelebt": Nakubi-Beteiber Christian Helmreich nimmt die Grundschüler am Eisenzeithaus mit auf eine Reise zurück in die Vergangenheit.

Quelle: Katja Eggers

Grafhorn. Der Unterricht fand im und rund ums Eisenzeithaus der Natur- und Kulturhistorischen Bildungsstätte (Nakubi) statt, wie das Naturfreundehaus jetzt offiziell heißt. Mit ihrem "Forscherpass Urgeschichte" durchliefen die Schüler acht Stationen, in denen es vor allem ums Mitmachen, Erleben und Ausprobieren ging.

Unter der Anleitung von Nakubi-Betreiber Christian Helmreich, seinem Team und den Lehrern der Grundschule durften die Kinder schmieden, an der Töpferscheibe töpfern, Bernsteinketten und kleine Steinfiguren anfertigen, einen Acker mit einem Handpflug pflügen und Tipis mit Holz bauen, das sie zuvor eigenhändig im Wald zusammengesammelt hatten. Sogar Mammuts wurden gejagt - dabei handelte es sich allerdings um zwei große Strohballen auf einer Schubkarre.

Jolina, Josephine, Clara und Smilla klopften emsig mit Steinen auf Körner. Mit dem Mehl sollte später Fladenbrot über einer Feuerstelle gebacken werden. "Das ist ganz schön schwierig, weil viele Körner einfach wegspringen, wenn man draufklopft", erklärte die achtjährige Clara.

Das Feuermachen mit Zündhölzern entpuppt sich ebenfalls als echte Herausforderung. Es gehörte aber dazu. "Die Kinder erleben, wie hart das Leben früher war und welche Schwierigkeiten die Menschen im Alltag hatten", sagte die Grundschulleiterin Monika Langer. Diese Erfahrung sei für viele ganz neu gewesen. Einige hätten im dunklen Eisenzeithaus nach dem Lichtschalter gesucht. "Aber damals gab es halt noch keinen Strom", erklärte Langer schmunzelnd.

Klassenlehrerin Cornelia Tiemann begrüßte zudem, dass die Kinder in der Projektwoche so viel mit den Händen arbeiten konnten. "Man merkt, dass ihnen das viel Spaß macht", sagte Tiemann. Zur Erinnerung nahmen die Kinder am Ende viele selbst gefertigte Produkte mit nach Hause.

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Von Katja Eggers

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