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Grundschule in Immensen will Ganztagsschule werden

Lehrte Grundschule in Immensen will Ganztagsschule werden

Gute Nachricht für viele Eltern: Die Heinrich-Bokemeyer-Grundschule in Immensen soll zur offenen Ganztagsschule werden. Das hat der Schulvorstand einstimmig beschlossen. Er hat aber auch Forderungen.

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Die Heinrich-Bokemeyer-Grundschule in Immensen will offene Ganztagsschule werden.

Quelle: Oliver Kühn

Immensen.  Erst vor einer Woche hat der Rat der Stadt beschlossen, dass die Grundschulen in Hämelerwald und Arpke zu offenen Ganztagsschulen werden sollen. Jetzt will die Heinrich-Bokemeyer-Grundschule in Immensen nachziehen. Die wichtigste Weichenstellung hat jetzt der Schulvorstand vorgenommen, in dem Lehrer und Elternvertreter sitzen. Er votierte einstimmig für die Umwandlung, nannte aber auch Auflagen dafür. So soll die Ganztagsschule in Immensen erst mit dem Schuljahr 2018/19 ihren Betrieb aufnehmen. Außerdem seien dringend bauliche Veränderungen nötig, etwa die Schaffung eines Speiseraums und von Ruhezonen als Rückzugsmöglichkeit für die Kinder.

Dem Beschluss des Schulvorstands ist eine Umfrage vorausgegangen. Schulleiterin Birgit Rieger hatte zu Beginn des jetzigen Schuljahres unter allen Eltern der Jahrgänge 1 bis 3 sowie der ältesten Kitakinder im Dorf einen möglichen Betreuungsbedarf an Nachmittagen abgefragt. Die daraus resultierenden Zahlen präsentierte Rieger jetzt. „Es zeigt sich, dass wir mittelfristig der steigenden Nachfrage nach einer Nachmittagsbetreuung und dem dahinterstehenden Elternwillen gerecht werden müssen“, resümiert sie.

In der Umfrage hatten circa 30 Immenser Eltern von Grundschulkindern einen Betreuungsbedarf bis 14 Uhr und 22 weitere einen bis 15.30 Uhr angemeldet. Eine Frühbetreuung ab 7 Uhr und von 15.30 bis 17 Uhr wird jedoch kaum benötigt.

Rieger begründete auch, warum die offene Ganztagsschule in Immensen erst im übernächsten Schuljahr an den Start gehen soll. Der Schulvorstand sei aktuell mit der Überarbeitung seines schulischen Leitbilds und intensiven Fortbildungen zum Theme Konflikt- und Gewaltprävention beschäftigt. Die Kapazitäten als „kleine, dörfliche Grundschule“ seien damit aktuell ausgeschöpft, betont Rieger: „Ich möchte einen so umfangreichen Schritt, wie die konzeptionelle Ausrichtung als offene Ganztagsgrundschule zu arbeiten, aber ungern übers Knie brechen, sondern sorgfältig vorbereiten.“

Die Absichtserklärung aus Immensen ist mittlerweile auch schriftlich bei der Stadtverwaltung angekommen – ebenso wie der Wunsch nach baulichen Veränderungen an der Heinrich-Bokemeyer-Grundschule. Um in einer offenen Ganztagsschule ein hochwertiges pädagogisches Konzept anbieten zu können, benötige man bringend bauliche Maßnahmen. Die dafür notwendigen finanziellen Anstrengungen müssten sich im derzeit zur Beratung anstehenden Doppelhaushalt für 2018 und 2019 widerspiegeln, meint der Schulvorstand.

Auch über die mögliche Lücke in der Betreuung im nächsten Schuljahr hat sich der Schulvorstand Gedanken gemacht: Für jene Immenser Grundschulkinder, die schon im nächsten Schuljahr einen Betreuungsbedarf am Nachmittag haben, müsse es vorübergehend Plätze in der Großtagespflege geben, die bereits in der Schule angesiedelt ist. Außerdem soll die Stadt prüfen, ob für das Übergangsjahr eine Teilnahme der Kinder am Ganztagsbetrieb in der Arpker Grundschule möglich wäre.

In Immensen kämpft eine Elterninitiative schon seit langer Zeit für die Einrichtung der Ganztagsschule. Bisher hatte es aber an der Zustimmung der Schulleitung gefehlt. „Die vielen Aktivitäten und Gespräche mit Schulleitung und Kommunalpolitik haben sich gelohnt“, meint Sprecher Hendrik Alberts, der gemeinsam mit Jan Lange als Elternvertreter im Schulvorstand mitarbeitet. Der Start der Ganztagsschule zum übernächsten Schuljahr sei zwar ein Wermutstropfen, man sei aber ebenso wie das Lehrerkollegium sehr daran interessiert, den Schritt gut vorbereitet zu gehen.

Lehrtes Kommunalpoltik muss die Umwandlung der Immenser Grundschule nun zunächst beraten und dann beschließen, den förmlichen Antrag bei der Landesschulbehörde zu stellen. Das tut die Stadt aktuell für die Geundschulen in Hämelerwald und Arpke.

Von Achim Gückel

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