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IGS Hämelerwald: Parteienstreit um Schülerzahlen

Lehrte IGS Hämelerwald: Parteienstreit um Schülerzahlen

Die Gruppe CDU-FDP-Piraten fürchtet um den Standort der IGS Hämelerwald: Für eine dreizügige Außenstelle reiche die Anzahl der Kinder nicht mehr aus, seit der Stammsitz nach Lehrte-Süd verlegt wurde. SPD und Grüne dagegen wollen die Elternabfrage abwarten, die erst Ende Mai vorliege.

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Wollen noch genügend Schüler auf die IGS Hämelerwald? Die Gruppe CDU-FDP-Piraten in Lehrte fürchtet um die Zukunft der Schule.

Quelle: Kai Knoche (Archiv)

Lehrte. Die von SPD und Grünen durchgesetzte Ratsentscheidung, die IGS zu teilen, sei aufgrund der prognostizierten Schülerzahlen nicht mehr haltbar, meint der Gruppenvorsitzende Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. Wenn von 90 bis 110 Schülern aus dem Einzugsgebiet am Ried nur die Hälfte auf andere Schulen gingen, sei die Dreizügigkeit nicht mehr aufrechtzuerhalten: "Damit ist die Schulentwicklungsplanung von Rot-Grün gescheitert." 60 Schüler für die IGS Hämelerwald seien das Minimum.

Die Gruppe wirft beiden vor, der Frage nach den zu geringen Schülerzahlen auszuweichen und stattdessen auf die Elternabfrage zu verweisen. "Mindestens seit einem Jahr wird das Thema umgangen und bewusst auf Zeit gespielt", kritisiert Deneke-Jöhrens. Diesen Vorwurf weisen Bodo Wiechmann (SPD) und Ronald Schütz (Grüne) entschieden zurück: "Für uns ist der Elternwille ausschlaggebend", betonen die beiden Fraktionsvorsitzenden in einer gemeinsamen Stellungnahme. Doch bevor die Elternabfrage nicht ausgewertet sei und man verlässliche Zahlen zum Anmeldeverhalten habe, könne man keine seriöse Aussage zur Schulentwicklung treffen.

Erschwert werde dies, weil es erstmals keine Laufbahnempfehlung für Schüler nach Ende der Grundschulzeit mehr gebe. Man wisse einfach noch nicht, welche Schule Eltern für ihre Kinder im Sommer wählen werden. Zudem gebe es nach der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren wieder einen verstärkten Andrang auf das Gymnasium. Eine Einschätzung der künftigen Entwicklung allein auf Basis des derzeitigen fünften Jahrgangs sei nicht möglich.

Auch Bürgermeister Klaus Sidortschuk hatte kürzlich im Schulausschuss erläutert, dass die letztendliche Entscheidung vieler Eltern anders ausfiele, als vorher angegeben: "Wir wissen um die Schüler, aber nicht, welche Schulform sie wählen." Nach dem Schulgesetz seien aber bereits 49 Schüler ausreichend für eine dreizügige IGS. Er vermute, dass das in Hämelerwald funktioniere - mit Sicherheit voraussagen könne man es aber nicht.

Von Oliver Kühn

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