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Der Bürgermeister greift zum Reim

Lehrte Der Bürgermeister greift zum Reim

Vom Freitag bis zum Sonntag ging es hoch her in Hämelerwald. Die vier beteiligten Korporationen feierten im Zelt und im Ort ihre am Freitag frisch proklamierten neuen Majestäten. Zum Aufhängen der Scheiben wurden fantasievolle Kostüme herausgeholt und am Sonntag zog ein langer Umzug durch den Ort.

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Die diesjährigen Majestäten (von links): Tobias Mertke, Anna Kolodziejczak, Michaela Oschem, Lena Gehring, Michel Oschem und Kurt Dames.

Quelle: Michael Schütz

Hämelerwald. Der erste Abend des Hämelerwalder Schützenfestes ist immer der spannendste, denn die Schützen müssen schließlich wissen, wen sie zu feiern haben. Also gab es am Freitagabend die Proklamation der Majestäten. In den kommenden zwölf Monaten heißen die Titelträger vom Bürgercorps Kurt Dames und Michaela Oschem. Der KKS Tell schickt Königin Anna Kolodziejczak und Jugendkönig Michel Oschem ins Rennen. Bei den Junggesellen ist Tobias Mertke König und bei den Pina Coladys steht die Vorsitzende Lana Gehring ganz oben auf dem Treppchen. Die Gemeindescheiben ergatterten Marcel Völger und Uwe Friemann.

Mit Spannung wird jedes Jahr das Königsfrühstück erwartet, das am Sonntag stattfindet, denn hier äußert sich in den Reden gern die Politik zu aktuellen Themen. Geschickt ging dabei der neue Vorsitzende der Festgemeinschaft, Stefan Rohrig, vor. Er setzte zuerst Bürgermeister Klaus Sidortschuk auf die Rednerliste, gefolgt von Ortsbürgermeister Dirk Werner. "Wohl damit ich nichts mehr auf seine Rede erwidern kann", mutmaßte Sidortschuk mit einem nachsichtigen Lächeln. Dabei ging es dieses Jahr gar nicht so kontrovers zu. Das Stadtoberhaupt verlegte sich beim Lob seiner Verwaltung aufs Reimen: "Sorgt doch die Stadt im Westen / dass in Hämelerwald steht alles zum Besten", meinte er unter dem Gemurmel der Zuhörer.

Dirk Werner selbst hatte nur eine einzige Anregung, auf die Sidortschuk möglicherweise hätte antworten wollen. Er meinte, dass man nochmal über die Verlegung der IGS in die Kernstadt nachdenken solle. Schließlich gebe es durch "geänderte Parameter aus der Landespolitik" weniger Anmeldungen an der IGS, und das Gymnasium boome. Wenn die IGS in Hämelerwald bliebe, müsse man keine neuen Gebäude bauen und die Bestandsbauten in Lehrte-Süd könnten dem Gymnasium zur Erweiterung dienen.

Am Sonnabend nutzten die Schützen das Scheibenaufhängen für allerlei Kostümierungen. So gingen die Damen des Bürgercorps als Törtchen. "Wir haben 20-jähriges Bestehen", sagte Sprecherin Dagmar Zok. Da gebe es eben eine Torte.

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Von Michael Schütz

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