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Pendler sollen raus aus den Wohnstraßen

Lehrte Pendler sollen raus aus den Wohnstraßen

Viele Hämelerwalder sind weiterhin unzufrieden mit der Parksituation südlich des Bahnhofs. Auch der kürzlich eröffnete Park-and-Ride-Platz mit 117 Stellplätzen hat die Lage nicht endgültig entschärft, meinen sie. Der Ortsrat fordert erneut ein Konzept, dass Autos von Pendlern aus den Wohnstraßen fernhält.

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Alles zugeparkt: Die Anwohner der Hubertusstraße ärgern sich über Pendler.

Quelle: Achim Gückel

Hämelerwald. In der jüngsten Sitzung des Ortsrats äußerte ein Anwohner seinen Unmut - stellvertretend für viele andere Hämelerwalder. Der neue, mehr als 700.000 Euro teure Parkplatz an der Sternstraße sei maximal zu 60 Prozent belegt, sagte er. Aber an der Sternstraße oder im Heidegrund stünden immer noch die Wagen von Bahnpendlern, blockierten Einfahrten und nähmen den Anwohnern die Plätze weg. Das müsse sich endlich ändern - etwa durch die Einführung von Anwohnerparkzonen und Halteverboten. "Wir Anlieger haben den Ausbau der Hubertusstraße mit unseren Beiträgen mitfinanziert, und nun stehen da die Pendler", sagte der Bürger verärgert.

In der Tat hat das Halteverbot an der Sternstraße, in direkter Nachbarschaft zum neuen Großparkplatz, schon allerhand bewirkt. Dort gebe es nun keine Engpässe mehr, meinen Anwohner und Ortsratspolitiker gleichermaßen. Andere Wohnstraßen dienten aber immer noch wie selbstverständlich als Abstellflächen, während der etwa 100 Meter entfernte Großparkplatz längst nicht ausgelastet sei.

Um das zu ändern hatte der Ortsrat bereits bei der Stadtverwaltung um ein Konzept gebeten. Die Antwort aus dem Lehrter Rathaus stellt die Hämelerwalder aber nicht zufrieden. Darin ist unter anderem davon die Rede, nun noch eine gewisse Zeit ins Land ziehen zu lassen, weil der Großparkplatz an der Sternstraße sicher nach und nach besser frequentiert werden würde. Insgesamt habe der Parkdruck südlich des Bahnhofs abgenommen. Und Anwohnerparkrechte, etwa an der Hubertusstraße, auszusprechen sei nicht möglich, weil es sich dabei nicht um ein städtisches Quartier handele. Im Übrigen gebe es etwa für die Anwohner am Heidegrund genug Parkraum vor der Tür. Und auf dem alten Park-and-Ride-Platz am Bahnhof werde das wilde Parken auf nicht markierten Flächen bald verschärft kontrolliert.

Das reicht dem Ortsrat nicht. "Abwarten ist Quatsch", sagte etwa Heiko Danielzik (SPD) in der Sitzung: "Wir fordern ja gar keine Anwohnerparkrechte." Es gehe vielmehr darum, dass die Stadtverwaltung aufzeigt, was möglich ist, um die Pendler aus den Wohnstraßen heraus zu bekommen. Renée-Michael Friedrich (CDU) betonte auch, dass Pendler ganz bewusst die neuen Park-and-Ride-Stellplätze an der Sternstraße ignorierten, um wenige Meter Fußstrecke bis zum Bahnhof zu sparen. Er forderte auch stärkere Kontrollen der Stadt, etwa an Grundstückseinfahrten, wo oft die Abstandsregelung missachtet werde. "Aber Kontrollen versäumt die Stadt schon seit Jahren", sagte Friedrich.

Der Wunsch des Ortsrats, an der Nordseite des neuen Parkplatzes einen Durchgang in der Lärmschutzwand einzurichten, liegt ebenfalls auf Eis. Dieser würde die Distanz zum Bahnhof für Fußgänger verkürzen. Doch auch in diesem Fall will die Stadt laut einer schriftlichen Mitteilung erst einmal bis zum Sommer abwarten. Bis dahin könne sich die Situation weiter entschärfen, heißt es.

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Hier ist noch viel Platz: Der neue Parkplatz an der Sternstraße.

Quelle: Achim Gückel
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